Stefan Uroš IV. Dušan
- 1308 geboren als Sohn von Stefan Uroš III. Dečanski
- 1331 Usurpierte den Thron von seinem Vater und erhob sich selbst zum König von Serbien
- 1332 Heirat mit Jelena, der Schwester von Zar Ivan Asen Alexander von Bulgarien
- 1345 Erhebung zum "Kaiser der Serben und Griechen" in Skopje. Der Versuch, auch die byzantinische Krone zu erlangen, scheiterte.
- 1355 auf dem Weg nach Konstantinopel verstorben
Ihm folgte sein Sohn Stefan Uroš V., genannt „der Schwache“ auf den serbischen Thron.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Stephan Dušan stammte aus dem Adelshaus der Nemanjiden, welches 1192 zur Herrschaft kam. Von daher wurde er auch Nemanjitsch IX. genannt. Er regierte 1336 bis 1356 und war zu seiner Zeit der mächtigste Kaiser im südöstlichen Europa. Er hatte sich ausgezeichnet als Feldherr, Regent und Gesetzgeber. Hauptstadt seines Reiches war Prizren, ab 1345 Skoplje.
Dušan setzte den Prätendenten Johannes Kantakuzenos 1341 wieder auf den Thron von Konstantinopel und ließ sich für diesen Dienst von ihm wichtige Städte und Gebiete abtreten. Er bemächtigte sich, nachdem er mit Kantakuzenos in Streit geraten war, Makedoniens und schlug die gegen ihn vom byzantinischen Kaiser zu Hilfe gerufenen osmanischen Türken sowie die unter König Ludwig sich gegen ihn erhebenden Ungarn zurück, eroberte Belgrad, entriss Bosnien einem widerspenstigen Ban und stellte das Land unter eigene Verwaltung. 1347 von der Republik Ragusa als Schutzherr anerkannt, unterwarf er einen großen Teil Albaniens seiner Herrschaft. Auch Bulgarien macht er von sich abhängig und nahm den Titel eines Zaren und „Kaisers der Romäer“ an. Um auch fremden geistlichen Einfluss abzuwehren, veranlasste er den Klerus seines Landes, auf einer Synode zu Pherä sich einen eigenen Patriarchen zu wählen. Acker- und Bergbau, Gewerbe und Handel blühten in seinem Reich. An die kirchliche Literatur reihten sich die Anfänge einer weltlichen, vom Volkslied ausgehenden.
Im Jahre 1349 veröffentliche Kaiser Dušan das erste umfassende serbische Gesetzbuch mit 135 Paragraphen. 1354 wurde dieses nochmals von ihm überarbeitet und es wurden 136 Paragraphen hinzugefügt. Dieses Gesetzeswerk,ist von einem für das Mittelalter mildem und humanen Geist gekennzeichnet.
Siehe auch
Geschichte Serbiens, Großserbisches Reich
Literatur
- Slavomir Nastasijevič: Stefan Dušan. Beograd 1987. ISBN 86-331-0230-7
Weblinks
- Duschan, in: Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage 1888–90, Bd. 5, S. 251
- Душанов законик - Gesetzbuch Dušans
| Vorgänger Stefan Uroš III. | Serbische Monarchen 1331-1355 | Nachfolger Stefan Uroš V. |
| Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Du kannst diesen Hinweis entfernen, wenn der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn er den aktuellen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen. |
| Personendaten | |
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| NAME | Stefan Uroš IV. Dušan |
| ALTERNATIVNAMEN | Stephan Duschan; Nemanjitsch IX. |
| KURZBESCHREIBUNG | Herrscher von Serbien und regierte von 1336 bis 1356 |
| GEBURTSDATUM | 1308 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 1355 |
| STERBEORT | |



