Dippoldiswalde

coat of arms map
Wappen von Dippoldiswalde
Lage von Dippoldiswalde in Deutschland
base data
Land of the Federal Republic: Free State Saxonia
governmental district: Dresden
district: White cutting circle
geographical location:


Coordinates: 50° 53 ' 36 " n. Break.
13° 40 ' 0 " o. L.
50° 53 ' 36 " n. Break.
13° 40 ' 0 " o. L.

Height: 375 m and. NN
surface: 63.37 km ²
inhabitants: 10.777 (30. September 2005)
Population density: 170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01744
Vorwahl: 03504
Kfz-Kennzeichen: DW
Gemeindeschlüssel: 14 2 90 080
Stadtgliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 2
01744 Dippoldiswalde
Website: www.dippoldiswalde.de
E-Mail-Adresse:
Politik
Bürgermeister: Ralf Kerndt
(Unabhängige Bürger)

Dippoldiswalde (umgangssprachlich Dipps genannt) ist eine Stadt mit knapp über 10.000 Einwohnern in Sachsen. Zur Stadt gehören zehn rundherum gelegene Dörfer. Dippoldiswalde an der B 170 ist die Kreisstadt des auch sehr touristisch geprägten Weißeritzkreises.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt im nördlichen Erzgebirge an der Roten Weißeritz, 20 km südlich von Dresden auf halbem Weg zwischen Dresden und der Grenze zu Tschechien. Von einigen Punkten ergeben sich schöne Aussichten über Täler der Umgebung.
Luftbild von Dippoldiswalde vom 06.08.2003
Luftbild von Dippoldiswalde vom 06.08.2003


Stadtgliederung

Zur Kreisstadt Dippoldiswalde gehören seit langem die Ortsteile: Berreuth, Elend, Oberhäslich, Reinberg, Reinholdshain und Ulberndorf. Durch die jüngsten Gebietsreformen kamen vor einigen Jahren die Orte Seifersdorf, Paulsdorf, Reichstädt und Malter hinzu


Geschichte

Die Anlage der 1218 erstmals urkundlich erwähnten Stadt erfolgte wahrscheinlich um 1200. Erfolgreiche Silbererzfunde gaben dem Markgrafen von Meißen (Dietrich der Bedrängte) Anlass zur Gründung einer Burg, in derem Schutz sich die Stadt entwickelte. Die Namensendung -walde deutet aber darauf hin, dass in Nähe von Burg und Stadt bereits vor 1200 eine kleine bäuerliche Rodungssiedlung bestand.

1401 besetzt Wilhelm I. in der Dohnaischen Fehde Dippoldiswalde, was damals zur Burggrafschaft Dohna gehörte. 1539 setzte sich die Reformation in Dippoldiswalde durch. 1632 erlitt die Stadt schwere Schäden im Dreißigjährigen Krieg.

Als Standort einer Markgrafenburg nahm Dippoldiswalde bereits frühzeitig Funktionen als Herrschafts-, Verwaltungs- und Handels- bzw. Marktzentrum für die umliegenden Orte wahr. Folgerichtig wurde die Stadt 1874 Sitz der neuen gleichnamigen Amtshauptmannschaft.


Einwohnerentwicklung

  • 1551: 1.369
  • 1815: 1.619
  • 1834: 2.273
  • 1910: 4.255
  • 1957: 5.171
  • 1990 (03.10): 8.990
  • 2000 (31.12.): 8.525
  • 2005 (30.09.): 10.777

(1551-1957: Zühlke 1966; 1990-2005: Statistisches Landesamt Sachsen)


Der Legende zufolge geht Dippoldiswalde auf einen Einsiedler namens Dippold zurück, der in der Dippoldiswalder Heide im Einsiedlerfelsen hauste. Dieser soll die Stadt gegründet haben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • historischer Altstadtkern mit Marktplatz und spätgotischem Rathaus
  • Schloß: um 1200 als Markgrafenburg auf einem Bergsporn angelegt, heutiges Erscheinungsbild seit dem 16./17. Jahrhundert, der ab 1530 errichtete Mittelbau ähnelt dem Dresdner Schloß
  • Stadtkirche St.Marien und Laurentius: Hallenkirche mit Westturm aus dem 13. Jahrhundert
  • romanische Basilika St. Nikolai auf dem Friedhof
  • Talsperre Malter
  • Lohgerberei: sehenswertes ehem. Wohnhaus von 1756, heute Museum
Holländermühle in Dippoldiswalde OT. Reichstädt
Holländermühle in Dippoldiswalde OT. Reichstädt

Museen

Im Lohgerber-, Stadt- und Kreismuseum kann man neben Heimatkunde auch zahlreiche Dinge über das Gerberei-Handwerk erfahren.

Regelmäßige Veranstaltungen

Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen in den Dippoldiswalder Kirchen.

Im Kulturzentrum "Parksäle" läuft seit 1978 Sachsens älteste Meisterinterpreten-Reihe.

Im Schloss veranstaltet der Musikverein Dippoldiswalde e.V. seit 2000 mit dem Kulturzentrum Wort und Musik im Schloss mit literarisch-musikalischen Programmen.

Der Musikverein organisiert seit 2003 den jährlichen Internationalen Belcanto-Meisterkurs Dippoldiswalde, der in seiner Art zumindest für Mitteldeutschland einmalig ist.



Sonstiges

Dialekt

In Dippoldiswalde wird eine Form des Sächsischen Dialektes gesprochen: das Südostmeißnische, welches einen der fünf Meißnischen Dialekte darstellt.

Literatur

  • Zühlke, Dietrich (1966): Stadtsiedlungen im östlichen Erzgebirge. In: Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin [Hrsg.] (1966): Östliches Erzgebirge. Werte der deutschen Heimat Band 10, Berlin, S. 244-257


 

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