Gilberto Freyre

Gilberto Freyre (* 15. March 1900; † 18. July 1987) was a well-known Brazilian sociologist and Anthropologe; it is regarded also as one of the most important sociologists of its time. Its most famous work is called manor-house and slave hut (Casa Grande e Senzala).

Freyre war einer der ersten in den USA ausgebildeten Brasilianer. 1922 schloss er sein Studium mit Doktorexamen an der Columbia-Universität in New York ab. Seine Dissertation, Social Life in Brazil, war gewissermaßen die Ausgangsbasis für sein späteres Werk Casa Grande e Senzala.

Als seine wichtigsten Lehrer bezeichnet Freyre später den Anthropologen Franz Boas, den Soziologen Franklin Giddings und den Volkswirtschaftler Edwin Seligman.

Nach seinem Studium hielt er sich zu anthropologischen Studien in Europa auf.

1928 wurde auf ein Betreiben das Unterrichtsfach Soziologie an der Lehrerbildungsanstalt des Staates Pernambuco eingeführt. Nachdem er vor allem durch den Soziologen Roquette Pinto, der seine Kenntnis der modernen Rassenbiologie sowie seine originellen Denkmethoden hervorgehoben hatte, international bekannt geworden war, hielt er sich an vielen Universitäten weltweit zu Vorlesungen und Seminaren auf.

In den 1930er Jahren, als die República Velha in Brasilien gestürzt und eine Militärdiktatur errichtet wurde, musste Gilberto Freyre wegen seiner politischen Tätigkeiten Brasilien verlassen und ging nach Portugal und in die Vereinigten Staaten ins Exil.

1948 war er einer der Acht Weisen von Paris, welche von der UNESCO eingeladen worden waren, unter Leitung des englischen Biologen Julian Huxley die Gründe von internationalen Spannungen zu erforschen.

Ebenso war er Mitglied des brasilianischen Parlaments und hat an der Verfassung Brasiliens mitgearbeitet.

1954 erstellte er im Auftrag der deutschen Bundesregierung ein Gutachten über das Problem der Besatzungskinder. Für die UNO erarbeitete er ein Gutachten über das Rassenproblem in Südafrika. Auf dem Weltkongress der Soziologen (Amsterdam 1954) war er einer der vier Hauptreferenten. Auch erhielt er 1968 den Ehrendoktor der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster i.W.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen war er für den Nobelpreis vorgeschlagen worden.

Weblinks

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| * Literatur von und über Gilberto Freyre im Katalog der DDB

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