Guadalajara (Mexico)

coat of arms map
fehlt noch Karte von Mexiko, Guadalajara markiert
base data
Federal State: Jalisco
surface: 182 km ² (2002, CONAPO, only governmental district Guadalajara)
approx. 500 km ² (2002, CONAPO, entire city)
inhabitant: 1.737.334 (2002, CONAPO, only governmental district Guadalajara)
approx. 4 millions (INEGI, 2000, entire city)
population density: 9,546 Einwohner/km ²
height: 1590 m and. NN
Preselection: 333
geographical situation:
Coordinates: 20° 39′ 58" N, 103° 21′ 7" W
20° 39′ 58" N, 103° 21′ 7" W
Website: www.guadalajara.gob.mx/

Guadalajara ist eine Stadt im Westen des mexikanischen Hochlandes, etwa 500 km westlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt.

Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs und hat viele Kirchen. Sie besitzt mehrere Universitäten wie beispielsweise die zweitälteste Universität Mexikos, die Universidad de Guadalajara welche 1792 gegründet wurde. Andere Universitäten in der Stadt sind die Universidad Autónoma de Guadalajara, die Universidad Cuauthémoc und die Universidad Panamericana. Private Universitäten sind ITESO und ITESM (engl.). Guadalajara ist Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco. Das Klima ist trocken und mild mit einer starken Regenzeit von Juni bis September. Der Regierungsbezirk Guadalajara hat ca 1,7 Mio. Einwohner, im gesamten Stadtgebiet (Zona Metropolitana), zu dem Teile der Bezirke Zapopan, Tlaquepaque, Tonalá, Tlajomulco und Ixtlahuacan gehören, sind es ca. 4 Mio.

Guadalajara ist auch bekannt unter dem Namen Perla del Occidente (span. für „Perle des Westens“). Die Einwohner der Stadt bezeichnen sich selbst als tapatíos. Guadalajara ist Ausgangspunkt vieler mexikanischer Traditionen wie der Musik der mariachis und des Tanzes jarabe tapatío.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Guadalajara wurde 1532 unter dem Namen Espíritu Santo von den Spaniern unter der Führung von Nuño de Guzmán gegründet und schachbrettartig angelegt. 1818 und 1875 wurde die Stadt von großen Erdbeben zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Heute ist sie die zweitgrößte Stadt Mexikos. Außerdem ist sie ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, da die Stadt einen großen Flughafen hat und außerdem der Pan-Amerikanische Highway in der Nähe vorbeiführt.

Wirtschaft

Die Stadt ist ein großes Handelszentrum und wichtiger Industriestandort. Hergestellte und verarbeitete Waren sind unter anderem: Textilien, Kleidung, Schuhe, Glas, Papier, Chemie, Metall, Nahrungsmittel, Silberschmuck und Tafelgeschirr. Die Stadt wird auch das "Silicon Valley" von Mexiko genannt. In der Elektronik-industrie sind ca. 60,000 Beschaeftigte angestellt.

Ansässige Unternehmen

Viele ausländische Unternehmen wie zum Beispiel Hewlett-Packard, IBM, Flextronics oder Siemens produzieren in der Stadt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Teatro Degollado liegt im Zentrum an der Plaza de la Liberación. Hauptsächlich werden Vorstellungen der Universidad de Guadalajara präsentiert.

Museen

Das Instituto Cultural Cabañas zeigt wechselnde Ausstellungen und Performances. Das Museo Regional de Guadalajara zeigt eine Chronik der Geschichte des mexikanischen Westens und veranstaltet Lesungen und kleinere Theatervorstellungen.

Bauwerke

Der Palacio De Gobierno, erbaut 1751, war Sitz verschiedener Gegenregierungen unter der Herrschaft von Miguel Hidalgo und Benito Juárez.

Der Bau der Catedral Metropolitana wurde 1561 begonnen und 60 Jahre später abgeschlossen. Die Altare wurden von Fernando VII von Spanien gestiftet, als Dank für die Hilfe der Stadt im Kampf gegen Napoleon. Die Sakristei enthält ein berühmtes Gemälde des Malers Bartolomé Murillo.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Sonstiges

Kulinarische Spezialitäten

Spezialität der Stadt und des Bundesstaates ist die birria, ein dickflüssiger Eintopf aus Ziegen- und Schweinefleisch. In der Nähe Guadalajaras liegt die Stadt Tequila in welcher der berühmte mexikanische Schnaps Tequila aus Agaven gewonnen wird.

Sport

Guadalajara beheimatet drei Fußballvereine, die in der ersten mexikanischen Liga spielen: die Mannschaft der Universidad Autónoma de Guadalajara, den Club Guadalajara und den Club Atlas. Der Club Guadalajara ist bekannt unter dem Namen las chivas oder chivas rayadas (die gestreiften Ziegen). Chivas ist mit Abstand der beliebteste Verein Mexikos. Dritter Fußballverein sind die Tecos, der Fußballclub der Universidad Autónoma. Der größte Konkurrent der Chivas ist América aus der Hauptstadt Mexiko-Stadt.

Unglück 1992

1992 kam es zu einem schweren Unglück in Guadalajara. Am 22._April 1992 kam es über vier Stunden zu Explosionen im Kanalnetz des Stadtteils Analco. Bereits drei Tage vor der Explosion beklagten sich die Anwohner bestimmter Straßen über Benzingeruch und Dampffontänen aus der Kanalisation. In einigen Fällen sei mit Wasser gemischtes Benzin aus den Leitungen gekommen. Mitarbeiter der Stadtwerke und des Katastrophenschutz detektierten, dass es in den Abwasserkanälen tatsächlich ein explosionsfähiges Benzin-Luft-Gemisch gab. Die Gefahr wurde von den Verantwortlichen nicht ernst genommen und die betroffen Straßenzüge wurden nicht evakuiert. Durch die Explosionen wurden Straßen und angrenzende Häuser wie bei einem Erdbeben zerstört. Nach offiziellen Angaben fanden 206 Menschen in den Trümmern den Tod, 500 wurden verletzt und 15000 wurden obdachlos. Inoffiziell wird jedoch von einer höheren Opferzahl ausgegangen.

Eine Untersuchung fand zwei wahrscheinliche Ursachen für das Unglück:

  • Eine neue Zink-Wasserleitung wurde in der Nähe einer bestehenden stählernen Benzin-Leitung verlegt. Durch die Nähe zueinander kam es zur Kontaktkorrosion zwischen den beiden Metallrohren. Durch das entstandene Loch sickerte Benzin (es sollen bis zu 600.000 Liter gewesen sein) ins Erdreich und in die nahegelene Abwasserleitung. Ein Loch in der Wasserleitung könnte erklären, warum in einigen Haushalten mit Benzin vermischtes Wasser aus den Hähnen floss.
  • An der Kreuzung des Abwasserkanals mit einem U-Bahn-Tunnel sammelten sich die Benzindämpfe, da zwar das Abwasser durch den U-formigen Siphon gepumpt wurde, die Dämpfe aber auf der Seite verblieben. Dadurch stieg die Konzentration des Bezin in der Luft und verteilte sich über das Kanalnetz.

Durch einen Funken wurde schließlich das Benzin-Luft-Gemisch zur Explosion gebracht.



Weblinks

Commons: Guadalajara – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
 

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