Haile Gebrselassie

Haile Gebrselassie beim Amsterdam-Marathon 2005
Haile Gebrselassie with the Amsterdam Marathon 2005

Haile Gebrselassie (* 18. April 1973 in Asela, province Arsi, 175 kilometers southeast from Addis Abeba, Ethiopia) is a long-distance runner, which was successful on the medium range also. Er dominierte als mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister über ein Jahrzehnt die Langstrecke und stellte 15 Weltrekorde auf.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Nach ersten Wettkämpfen, die in ihm den Entschluss reifen ließen, Läufer zu werden, ging er 1990 nach Addis Abeba, um dort gemeinsam mit den besten Läufern seines Landes zu trainieren. Noch im selben Jahr wurde er bei den äthiopischen Cross-Meisterschaften Fünfter. 1992 wurde er Juniorenweltmeister über 5000 m und 10.000m, 1994 stellte er seinen ersten Weltrekord auf (5000 m: 12:56,96 Min., 4. Juni 1994 in Hengelo).

Diese Siege waren der Beginn von Gebrselassies Dominanz auf der Langstrecke: Er gewann bei Olympischen Spielen zwei Goldmedaillen, bei Weltmeisterschaften vier Goldmedaillen, eine Silber- und eine Bronzemedaille sowie bei Hallen-Weltmeisterschaften vier Goldmedaillen. Er stellte 15 Weltrekorde auf; über 5000 m und 10.000 m war er (mit Unterbrechungen) von 1994 bis 2004 Inhaber des Weltrekordes.

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen ist er zum letzten Mal über 10.000 m auf der Bahn angetreten; er wurde Fünfter, humpelte jedoch verletzt über die Ziellinie. Gold ging an Kenenisa Bekele, der inzwischen auch Gebreselassies Weltrekorde über 5000 m und 10.000 m gebrochen hat (Stand 11/2005). Nach Beendigung seiner Karriere als Bahnläufer hat Gebrselassie sich auf den Marathonlauf spezialisiert; seinen ersten Sieg bei einem Marathonlauf erreichte er 2005 in Amsterdam. Sein Ziel ist die Teilnahme am Marathonlauf bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.

2002 verbesserte Gebrselassie den Weltrekord im 10 km Straßenlauf auf 27:02 min. Am 15. Januar 2006 konnte Gebrselassie in Phoenix/Arizona zwei neue Weltrekorde über 20 km und im Halbmarathon aufstellen.

Haile Gebrselassie ist 1,64 m groß; sein Laufstil gilt als vorbildlich. Er ist ein hervorragender Wettkampftaktiker, der aufgrund seiner hohen Grundschnelligkeit häufig in der letzten Runde mit einem Endspurt die Konkurrenten distanzierte.

persönliche Bestzeiten

Distanz Zeit Jahr
1500 m 3:33,73 1999
1 Meile 3:52,39 1999
2000 m 4:56,10 1997
3000 m 7:25,09 1998
2 Meilen 8:01,08 1997
5000 m 12:39,36 1998
10.000 m 26:22,75 1998
10 km 27:02 2002
15 km 41:38 2001
20 km 55:48 2006
Halbmarathon 58:55 2006
25 km 1:11:37 2006
30 km 1:28:57 2005
Marathon 2:06:20 2005

Erfolge

  • 1992:
    • 2. Platz bei der Cross-Country-Junioren-WM in Boston, USA
    • Junioren-Weltmeister 5000 m und 10.000 m in Seoul, Korea
  • 1993:
    • Weltmeister über 10.000m und Silbermedaillengewinner über 5000 m bei der Leichtathletik-WM in Stuttgart
    • Sieger World Cross Challenge 1993/1994
  • 1994:
    • 3. Platz bei der Cross-Country-WM in Budapest
  • 1995:
    • Weltmeister über 10.000 m bei der Leichtathletik-WM 1995 in Göteborg, Schweden
  • 1996:
    • Olympiasieger über 10.000 m bei den Olympischen Sommerspiele in Atlanta, USA
  • 1997:
    • Weltmeister über 3000 m bei der Hallen-WM in Paris
    • Weltmeister über 10.000 m bei der Leichtathletik-WM in Athen
  • 1998:
  • 1999:
    • Weltmeister über 1500 m und 3000 m bei der Hallen-WM in Maebashi, Japan
    • Weltmeister über 10.000 m bei der Leichtathletik-WM in Sevilla, Spanien
  • 2000:
    • Olympiasieger über 10.000 m bei den Olympischen Sommerspielen in Sidney, Australien
  • 2001:
    • Halbmarathon-Weltmeister bei der IAAF Halbmarathon-WM, Bristol, UK
    • 3. Platz über 10.000 m bei der Leichtathletik-WM in Edmonton, Kanada
  • 2003:
  • 2005:
    • Sieger des Amsterdam-Marathon
  • 2006:
    • Sieger beim Rock’n’Roll Arizona Halbmarathon in einen neuen Weltrekord über die Halbmarathon-Distanz [58:55]

Ehrungen

  • "Weltleichtathlet des Jahres" 1998
  • Ehrenbotschafter der Vereinten Nationen für ein Programm zur Entwicklung Äthiopiens (ONUD)
  • Träger des Olympischen Ordens

Weblinks



 

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