Timber forest SO

coat of arms
Wappen von Hochwald
base data
canton: Solothurn
district: Thorn-hit a corner
BFS NR.: 2475
postal code: 4146
coordinates: 47° 27 ' n. Break.
7° 38 ' o. L.
Height: 620 m and. M.
Surface: 8,28 km ²
inhabitants: 1227 (31. December 2005)
Website: www.hochwald.ch
Karte
Karte von Hochwald

Hochwald, in der Region "Hobel" ausgesprochen, ist eine politische Gemeinde in der Amtei Dorneck-Thierstein bzw. im Bezirk Dorneck des Kantons Solothurn in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Hochwald liegt auf 620 m ü. M., 12 km südsüdöstlich der Stadt Basel (Luftlinie). Das ehemalige Bauerndorf erstreckt sich in einer Mulde auf der Hochfläche des Gempenplateaus im Tafeljura, im Schwarzbubenland.

Die Fläche des 8.3 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des nördlichen Juras. Das Gebiet wird vom Hochplateau des Dorneckberges eingenommen. Entlang einer von Südsüdwest nach Nordnordost streichenden tektonischen Bruchlinie bildete sich die rund 500 m breite Mulde von Hochwald, welche die Tafel des Gempenplateaus in einen höheren östlichen und einen niedrigeren westlichen Teil untergliedert. Auf dem gesamten Gemeindegebiet sind keine oberirdische Fliessgewässer anzutreffen. Das Regenwasser versickert sofort im verkarsteten Untergrund und tritt erst an den Schichtgrenzen der Hänge des Dorneckbergs wieder zutage. Von der Mulde führt zwar ein gut ausgeprägtes Trockental nach Westen in Richtung Duggingen, das jedoch selbst bei anhaltenden Starkniederschlägen nicht reaktiviert wird.

Westlich an die Mulde von Hochwald schliesst der Höhenrücken Uf der Hollen (699 m ü. M.), im Norden der Eichenberg (700 m ü. M.) an. Auch der Talkessel von Tüfleten gehört noch zu Hochwald. Nach Südwesten reicht das Gebiet bis zur Falkenflue (624 m ü. M.), die steil gegen das Birstal hin abfällt. Im Osten erstreckt sich der Gemeindeboden auf den meist bewaldeten Rücken von Chälen, Langmatt (mit 729 m ü. M. die höchste Erhebung von Hochwald) und Nättenberg (704 m ü. M.). Sowohl im Westen als auch im Osten verläuft die Grenze zumeist auf der Stufenkante vor dem Steilabfall zu den tiefer gelegenen Gebieten. Gegen Süden ist die Mulde durch den Höhenrücken bei Ziegelschüren vom Seetal abgetrennt. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 8 % auf Siedlungen, 45 % auf Wald und Gehölze und 47 % auf Landwirtschaft.

Zu Hochwald gehören der ehemalige Weiler Chilchenrain (650 m ü. M.) östlich an das Dorf anschliessend, das Wohnquartier Nättenberg (704 m ü. M.) auf dem Höhenrücken östlich des Dorfes, die Hofsiedlung Herrenmatt (615 m ü. M.) am westlichen Rand des Plateaus sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Hochwald sind Dornach, Gempen, Büren (SO) und Seewen im Kanton Solothurn sowie Duggingen im Kanton Basel-Landschaft.

Bevölkerung

Mit 1227 Einwohnern (Ende 2005) gehört Hochwald zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Solothurn. Von den Bewohnern sind 97.6 % deutschsprachig, 0.5 % italienischsprachig und 0.5 % sprechen Französisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Hochwald belief sich 1850 auf 624 Einwohner, 1900 auf 582 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl bis 1941 durch starke Abwanderung weiter auf 448 Personen ab. Nach einer Stagnationsphase wurde seit 1970 (507 Einwohner) eine markante Bevölkerungszunahme verbunden mit einer Verdoppelung der Einwohnerzahl innerhalb von 25 Jahren verzeichnet.

Wirtschaft

Hochwald war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Im 19. Jahrhundert nahmen eine Seidenwinderei, eine Drechslerei und zwei Ziegeleien den Betrieb auf. Noch heute haben der Ackerbau, der Obstbau (überwiegend Kirschbäume) sowie die Viehzucht und die Milchwirtschaft einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden, unter anderem in Betrieben des Baugewerbes, der Informatik und in einer Gärtnerei. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Basel arbeiten.

Verkehr

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an der Verbindungsstrasse von Gempen nach Seewen. Der nächste Anschluss an die Hochleistungsstrasse H18 (Basel-Delémont) befindet sich rund 6 km vom Ortskern entfernt. Durch einen gut ausgebauten Postautokurs, welcher die Strecke von Dornach nach Hochwald und montags bis samstags nach Seewen, Büren und Liestal bedient, ist das Dorf ausreichend an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1225 unter dem Namen Honwalt, der sich mit der Zeit zu Hochwald wandelte. Für die Namensgebung war die Höhenlage der Siedlung massgeblich. Im Mittelalter gehörte Hochwald zum Grundbesitz des Bistums Basel, das hier einen Dinghof unterhielt; es war Teil der Herrschaft Birseck. Auch das Kloster Schöntal besass verschiedene Güter auf dem Gemeindegebiet. Im Rahmen des Schwabenkrieges wurde Hochwald von kaiserlichen Truppen schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Im Jahr 1509 kam Hochwald durch Verpfändung an Solothurn und wurde der Vogtei Thierstein und dem Gerichtskreis Dorneck zugeordnet. Die Dorfbewohner nahmen während der Reformation den neuen Glauben an. Nachdem Solothurn 1530 auch den Kirchensatz erworben hatte, führte es jedoch wieder den katholischen Gottesdienst ein. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Hochwald während der Helvetik zum Distrikt Dornach und ab 1803 zum Bezirk Dorneck.

Flugzeugabsturz vom 10. April 1973

Im Jahr 1973 wurde Hochwald durch einen Flugzeugabsturz bekannt. Am 10. April stürzte nach einem missglückten Landeanflug auf den Flughafen Basel-Mulhouse eine Turboprop der Invicta International Airways beim Weiler Herrenmatt in den Wald ab. Es dauerte über eine Stunde, bis der Absturz im Schneegestöber bemerkt wurde und die Rettung eingeleitet werden konnte. Von den 139 englischen Passagieren und 6 Besatzungsmitgliedern starben 108 Menschen und 37 konnten gerettet werden. Alle 37 Überlebenden befanden sich im vom Rumpf abgetrennten Heck.

Zum Andenken an diese Katastrophe wurde in der Nähe der Absturzstelle ein Denkmal errichtet.

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche Sankt Gallus, die ursprünglich auf ein mittelalterliches Gotteshaus zurückgeht, erhielt ihre heutige Gestalt im Rahmen des Neubaus 1821. Im alten Ortskern sind einige charakteristische Bauernhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.

Wappen

Gespalten von Rot mit weissem linksgewendeten Baselstab und von Weiss mit drei auf grünem Plan stehenden grünen Tannen. Das Wappen spielt auf die frühere Zugehörigkeit zum Fürstbistum Basel an.

Weblinks




Koordinaten: 47° 27' N, 7° 38' O

 

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