Horatio harsh ore Kitchener

Kitchener as Sirdar from Celebrities OF the Army, London 1900

Horatio harsh ore Kitchener, 1. Earl Kitchener OF Khartoum, (* 24. June 1850 in Kerry, Ireland ; † 5. June 1916 west the Orkneyinseln) was British field marshal and politician. Er schlug den Mahdi-Aufstand im Sudan nieder, war Oberbefehlshaber im Burenkrieg und Kriegsminister im 1. Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Erste Einsätze im Orient

Horatio Herbert Kitchener wurde 1850 als Sohn des pensionierten Oberstleutnants Henry Horatio Kitchener in Crotter House bei Listowel, County Kerry (Irland), geboren. Von 1863 bis 1868 besuchte er eine französische Schule in der Schweiz und trat danach in die britische Armee ein. Er wurde an der Royal Military Academy in Woolwich ausgebildet, nahm als Freiwilliger auf französischer Seite am Deutsch-Französischen Krieg teil und erhielt 1871 sein Patent als Leutnant im Königlichen Ingenieurkorps. Als junger Offizier führte er 18741878 im Auftrag des Palestine Exploration Fund die Vermessung Palästinas durch. 1878 wurde Kitchener mit der Vermessung Zyperns beauftragt. Der damalige Hochkommissar von Zypern Wolseley hatte aber andere Vorstellungen vom Umfang der Vermessung, so dass diese erst nach dessen Versetzung von 18801882 durchgeführt wurde. Das schwierige Verhältnis zwischen Wolseley und Kitchner wurde in dieser Zeit begründet.

Ägypten - Der Urabi-Aufstand

Kitchener begab sich im Juni 1882 auf eigene Faust nach Ägypten, um an der Expedition zur Niederschlagung des Urabi-Aufstandes teilzunehmen. Aufgrund seiner guten Kenntnisse der Sprache wurde er in einer Spionagemission zur Vorbereitung des Feldzugs eingesetzt. Nach der Niederschlagung des Aufstandes blieb er als Hauptmann in Ägypten.

1885/1886 war Kitchener Vertreter der britischen Regierung in einer gemeinsamen britisch-französisch-deutschen Kommission in Sansibar zur Klärung der Zugehörigkeit der Küstengebiete.

1886 wurde er Generalgouverneur des zum größten Teil durch Mahdisten besetzten östlichen Sudan. Dieser Posten war wenig bedeutsam da, im durch die Mahdisten besetzten Sudan, lediglich die Stadt Suakin von den Briten gehalten wurde.

Sirdar - Die Niederschlagung des Mahdi-Aufstandes

Kitchener-Island heute
Kamelreiter der Mahdisten bei Omdurman
Kamelreiter der Mahdisten bei Omdurman

Ab 1888 arbeitete er als Oberst und Generaladjutant in Kairo an der Reorganisation der ägyptischen Armee die er von 1892 an als Sirdar (Oberbefehlshaber)kommandierte. Bereits kurz nach seiner Ernennung begann er an der Vorbereitung der ägyptischen Armee zur Rückeroberung des Sudan und zur Niederschlagung des Mahdi-Aufstands. 1896 wurde schließlich ein britisch-ägyptisches Expeditionskorps in Marsch gesetzt. Nachdem das Problem der langen Nachschubwege behoben wurde indem die Gleise der sudanesischen Bahn im großen Nilbogen wiederhergestellt wurden, konnte die anglo-ägyptische Armee vorrücken.

Am 2. September 1898 besiegte Kitchener die Mahdisten in der Schlacht von Omdurman. Für diesen Sieg erhielt er den Titel eines Barons (Lord Kitchener of Khartoum and of Aspall in the County of Suffolk, 1. November 1898) und den Bathorden. Nach der Schlacht wurden Omdurman und das vom Mahdi zerstörte Khartum besetzt, welches dann von Kitchener wiederaufgebaut wurde. Die Mahdisten flohen nach Süden wo sie am 24. November 1899 in der Schlacht von Umm Diwaykarat in der Provinz Kordofan endgültig geschlagen wurden. Das zurückeroberte Land wurde nicht an Ägypten zurückgegeben, sondern 1899 als anglo-ägyptisches Kondominium konstituiert mit Kitchener als erstem Generalgouverneur.

Seine anschließende Vermittlung in der Faschoda-Krise (1898) legte die Streitigkeiten Großbritanniens mit Frankreich bei, dies ermöglichte 1904 die Bildung der Entente.

Zu dieser Zeit lebte er auf einer kleinen Nilinsel neben Elephantine, die nach ihm Kitchener-Island benannt wurde. Da der Name aus der Kolonialzeit heute nicht mehr gern gebraucht wird, heißt die Insel heute Geziret El-Nabatat (Pflanzeninsel).

Lord Kitchener

Burenkrieg

Nach einem Jahr als Gouverneur des Sudan wurde Kitchener im Dezember 1899 Generalstabschef von Feldmarschall Lord Roberts im Burenkrieg. Der bis dahin für die Buren erfolgreiche Krieg wendete sich zugunsten der Briten. Lord Roberts kehrte deshalb nach England zurück und Kitchener übernahm im November 1900 den Oberbefehl. Die Buren gingen aber in dieser Zeit zu einem Guerillakrieg über, dem Kitchener mit einer Taktik der verbrannten Erde begegnete. Die Farmen in den Guerillagebieten wurden zerstört und die Ernten vernichtet. Die Bewohner der Farmen, vor allem Frauen und Kinder, wurden in Konzentrationslagern interniert. Kitchener schränkte die Bewegungsfreiheit der Buren durch ein Blockhaussystem ein. Dazu legte er zunächst eine Kette von Blockhäusern zum Schutz der Bahnlinien an. Von dort aus dehnte er das System immer weiter aus. Durch seine kompromisslose Kriegsführung konnte er 1902 den Sieg über die Buren erringen. Nach dem Frieden von Vereeniging erhielt er den Titel eines Viscount (Viscount Kitchener of Khartoum and of the Vaal in the Colony of Transvaal, and of Aspall in the County of Suffolk, 11. Juli 1902).

Indien und Ägypten

Von 1902 bis 1909 war er Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in Indien. Er reorganisierte die indischen Truppen grundlegend. 1910 wurde er zum Feldmarschall befördert. Ein Aufstieg zum Vizekönig von Indien misslang 1911, stattdessen wurde er Vizekönig von Ägypten und Sudan (19111914). 1914 wurde Kitchener zum Earl (Earl Kitchener of Khartoum and of Broome in the County of Kent, 27. Juli 1914) erhoben.

Kriegsminister im Weltkrieg

Plakat von Alfred Leete (1880–1933), 1914

Einen Tag nach dem Eintritt Großbritanniens in den Ersten Weltkrieg wurde er von Premierminister Asquith zum Kriegsminister des britischen Königreichs ernannt (5. August 1914), was er bis zu seinem Tod 1916 blieb. Kitchener stellte binnen kürzester Zeit 70 neue Heeresdivisionen auf und sagte als einer der ersten in der britischen Führung einen langen (mehrjährigen) Krieg voraus und richtete seine Politik von Anfang an darauf aus. Besonders erfolgreich war seine Kampagne zur Rekrutierung von Millionen Freiwilliger für den Einsatz in Frankreich (bekannt als Kitcheners Armee).

Aus dieser Zeit stammt auch das bekannte Plakat, das ihn direkt auf den Betrachter weisend zeigt, verbunden mit dem Aufruf zur Erfüllung der "vaterländischen Pflicht" (später kopiert, siehe etwa Uncle Sam). 1916 wurde bekannt, dass er frühzeitig auf eigene Faust große Mengen an Ausrüstung in den Vereinigten Staaten bestellt hatte. Im gleichen Jahr setzte er die Einführung der Wehrpflicht in Großbritannien durch. Sein Vorschlag einer Landung bei Alexandretta zur Entlastung der Westfront wurde zugunsten der Landung bei Gallipoli verworfen.

Kitchener starb auf einer diplomatischen Mission nach Russland beim Untergang des Panzerkreuzers HMS Hampshire, als dieser auf dem Weg nach Archangelsk am 5. Juni 1916 westlich der Orkneyinseln auf eine Mine lief und sank. Mit ihm starb ein großer Teil seines Stabs und die Mehrzahl der 655 Mann Besatzung (12 Überlebende). Sein vorübergehender Nachfolger als Kriegsminister wurde der noch im gleichen Jahr zum Premierminister aufsteigende David Lloyd George.

Weblinks

  • {{ #if:
|
| * Literatur von und über Horatio Herbert Kitchener im Katalog der DDB

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Literatur

  • A. Hodges: Kitchener, Vorhut-Verl., Berlin 1937
  • D. G. Chandler: OMDURMAN 1898, Reed Consumer Books Ltd. 1993
  • Donald Featherstone: Victorian Colonial Warfare - AFRICA, Cassell, London 1992


 

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