Imprint

A Select Collection of Novels, englisches Titelblatt einer Romansammlung. Unter der Zierleiste das Impressum
A SELECT Collection OF Novels, English title page of a novel collection. Under the trim the imprint

an imprint (lat. In/imprinting; Pl. Imprints) is one - nowadays - in publications prescribed indication of origin, which contains data concerning the publishing house , author , publishers and/or editorship. Oft werden auch zusätzliche Informationen wie Drucker und Erscheinungsweise, Erscheinungsjahr und Erscheinungsort aufgeführt.

Je nach Art der Publikation und konkreter Gesetzeslage müssen oder mussten auch zusätzliche Angaben, beispielsweise zur steuerlichen Situation des Herausgebers oder eine erfolgte Prüfung durch die Zensur, enthalten sein. In Deutschland ist die Impressumspflicht für Zeitungen und Zeitschriften in den Pressegesetzen der einzelnen Bundesländer geregelt. Ein Impressum muss selbstverständlich schnell zu finden und leicht zu erkennen sein.

Siehe auch: Kolophon (Schriftstück), Metadaten

Inhaltsverzeichnis

Das Impressum im Buch

Der angestammte Platz des Impressums wurde im frühen Druck der Fuß des Titelblatts. Oft grenzt ein graphisches Element - eine Linie, eine Leiste von Ornamenten - das Impressum ab. Es notiert zumeist den Erscheinungsort, den Verleger (manchmal mit Ladenadresse) und das Erscheinungsjahr. Hinzu kommen zuweilen Angaben zum Drucker (im Englischen: "printed by [Drucker] for [Verleger]"), zu Buchhändlern, die neben dem Hauptverleger den Titel im Angebot führen, und auch die Auskunft über ein Privileg, falls der Hauptverleger für das vorliegende Buch den Schutz des Landesherrn gegen Raubdruck erlangte.

Im obigen Beispiel ist das Impressum: "LONDON:| Printed for J. Watts; And Sold by W. Mears at the Lamb| without Temple-Bar, J. Broterton and W. Meadows at| the Black-Bull in Cornhill, W. Chetwood in Russel-Street,| Covent-Garden, and J. Lacy at the Ship between the| two Temple-Gates, Fleet-Street. MDCCXXII."

London ist hier der Druckort, J. Watts zeichnet als Hauptverleger, die übrigen Namen sind die der Geschäftspartner, die sich die breite Auflage für den gemeinsamen Absatz teilen. Die Ladenadressen sind hier mit Hinweisen auf die Embleme ("Lamm", "schwarzer Bulle", "Schiff") der Ladenschilder angegeben, die in den notierten Straßen über den Ladentüren hängen. 1722 ist das Druckjahr.

Die präziseren Angaben zum Druck finden sich heute nicht mehr auf dem rechtsseitigen Titelblatt, sondern, linksseitig auf dessen Rückseite. Sie bietet die vom Urheberrecht geforderten und von Bibliotheken gewünschten Informationen zu Copyright, Verlag und fallweise zum Originalverlag, zu Übersetzungsrechten, gegebenenfalls zu den Abbildungsrechten, zu eventuellen Reihentiteln, Herausgebern, zur ISBN, etc. Bei manchen Verlagen befindet sich die Impressumsseite auf einer der letzten Seiten. Maßgeblich für Zitate sind Titel- und Impressumsseite.

Impressumsangaben waren in der Geschichte oft falsch. Rechtliche Verbindlichkeit gewannen sie erst mit der Weiterentwicklung des Verlags- und Presserechts. Das Impressum der frühen Neuzeit hatte vor allem die Aufgabe, den Titel für den Kunden greifbar zu machen: Es notierte, über welchen Händler sich das Buch beziehen ließ. Bei billigen Produktionen, die nicht in Buchhandlungen verkauft wurden, fehlten Impressumsangaben regelmäßig, bei skandalösen konnte der Buchhändler und Verleger auf seine Nennung verzichten. Er kündigte den Titel im selben Moment jedoch wirksamer als skandalösen an, wenn er ein offensichtlich fiktives Impressum setzte. Hier entwickelte sich eine Vielzahl von Pseudonymen und irreführenden Verlagsortangaben, unter denen die Pierre Marteaus zu Köln im Lauf des 17. Jahrhunderts eigenes Gewicht als Angabe eines zunehmend virtuellen Verlags gewann. Verleger im gesamten (die Niederlande einschließenden) französisch- und deutschsprachigen Raum ließen politisch brisante Ware und Raubdrucke unter dem fingierten Impressum laufen und hatte im selben Moment den Vorteil, von der gemeinsamen Werbeplattform zu profitieren.

Eine verwandte Entwicklung ist die Herausbildung von Imprint- oder Label-Verlagen, die als Tochterunternehmen von Verlagsgruppen häufig eine reduzierte Eigenständigkeit haben, die in den Impressumsangaben jedoch offengelegt wird.

Impressum im Internet

Deutsche Rechtslage

In Deutschland schreibt das Teledienstegesetz seit 2002 vor, dass jeder geschäftsmäßige Dienst im Internet ein Impressum enthalten muss (§ 6 TDG). Da ein Dienst geschäftlich sein kann, ohne gewerblich zu sein, können auch private, unkommerzielle Websites unter die Impressumspflicht fallen. Ab wann eine Website als geschäftsmäßig gilt, ist umstritten. Für alle Nicht-Teledienste gilt der Mediendienstestaatsvertrag, der ebenfalls ein Impressum fordert (§ 10 MDStV). Beide Gesetze fordern, dass die entsprechenden Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein müssen. Die erforderlichen Angaben sind sehr unterschiedlich (je nach Rechtsform oder Beruf des Anbieters).

Da weder das Teledienstegesetz noch der Mediendienstestaatsvertrag den Begriff Impressum verwenden, sondern lediglich von Informationspflichten sprechen, haben sich verschiedene Bezeichnungen für diese Pflichtangaben etabliert. Neben dem gebräuchlichsten Begriff Impressum sind dies zum Beispiel Webimpressum, Anbieterkennzeichnung. Nach einer umstrittenen Entscheidung des OLG Karlsruhe reicht allerdings für gewerbliche Homepages der Begriff Kontakt ebenso wenig aus wie der Begriff Impressum, da bei beiden nicht eindeutig klar wird, dass dort auch die Informationen über die VertragspartnerInnen zu finden sind.

Österreichische Rechtslage

Mit dem 1. Juli 2005 traten in Österreich eingehendere Bestimmungen in Kraft, die die Impressumspflicht für Websites und Newsletter vorsehen. Ausgenommen von dieser Pflicht sind jedoch so genannte "kleine Websites".

Medieninhaber und Herausgeber sind künftig gesetzlich verpflichtet, in elektronischen Info-Mails Namen oder Firma sowie Anschrift anzugeben. Zusätzlich haben sowohl Websites als auch Newsletter weitergehende Angaben zu enthalten, die vom Medieninhaber ständig leicht und unmittelbar auffindbar offen zu legen sind. Die alljährliche Offenlegungsverpflichtung umfasst die Veröffentlichung von bestimmten Beteiligungsverhältnissen und von der grundlegenden Richtung des Mediums. Ist der Medieninhaber auch Diensteanbieter nach dem E-Commerce Gesetz, können die Informationen zusammen mit den Angaben nach E-Commerce Gesetz veröffentlicht werden.

Kernpunkt des neuen Gesetzes ist generell, dass die einzelnen Bestimmungen des Mediengesetzes nun auch auf das Internet und andere elektronische Medien angewendet werden können. Z.B. müssen Medien, die über die Darstellung des persönlichen Lebensbereichs des Inhabers hinausgehen und deren Informationsgehalt die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen könnte, künftig Gegendarstellungen veröffentlichen. Dies würde z.B. auch Blogs betreffen. Neu ist laut dem neuen Gesetz auch, dass Medien künftig nicht mehr beschlagnahmt, eingezogen bzw. zu einer Urteilsveröffentlichung verpflichtet werden können, wenn sie Äußerungen von Dritten gerechtfertigt und wahrheitsgetreu wiedergegeben haben. Diese Änderung ist insbesondere für Internet Service Provider und Foren-Inhaber bedeutsam.

Für so genannte "kleine Websites", die sich auf die "werbliche Präsentation" eines Unternehmens, dessen Leistungen oder Produkte beschränken und die "keinen die öffentliche Meinungsbildung beeinflussenden Informationsgehalt aufweisen", gibt es eine Ausnahme, sie unterliegen weder der erweiterten Offenlegungsverpflichtung noch der Pflicht zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung.

Bereits bestehende Informationsmöglichkeiten

Websites ohne Impressum lassen sich - wenn sie bei größeren Providern laufen - zumeist über eine Abfrage in den "whois-Datenbanken" näher einordnen (z.B. für deutsche Domains bei Denic).

Das Angebot umfasst Informationen zu Namen und Adresse des Betreibers (wie dieser sie beim Provider bei der Installation der Website hinterließ), Angaben zum Provider selbst und Daten zur Website (Gründungsdatum).

Siehe auch: Wikipedia:Impressum

Musterimpressum

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Bei gewerblich genutzten Internetseiten ist auch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer anzugeben, wenn vorhanden.

Wichtige Punkte

Weblinks

Wiktionary: Impressum – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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