John Anthony Pople

Sir John Anthony Pople (* 31. October 1925 in Burnham on Sea; † 15. March 2004 in Sarasota, Florida) was a British mathematician and a theoretical chemist.

He attained his university permission to the Bristol Grammar School, where today a computer area and a scholarship are designated after it. In den frühern 1960er Jahren zog er in die USA um, wo er für den Rest seine Lebens blieb ohne jedoch seine britische Staatbürgerschaft aufzugeben. Seinen Bachelor of Arts (Hochschulabschluss in Geisteswissenschaften) erhielt er 1946 und 1951 seinen Doktortitel in Mathematik von der Universität Cambridge. In seiner Doktorarbeit behandelte er jedoch ein chemisches Thema: Die Bindungsstruturen von Wasser. Pople sah sich selbst eher als einen Mathematiker, während die theoretischen Chemiker ihn als einen der wichtigsten Vertreter ihres Standes ansehen.

Sein erster größerer Beitrag war 1953 eine Theorie zu näherungsweisen Berechnung von Molekülorbitalen bei pi-Elektronen-Systemen, identisch zu der von Rudolph Pariser und Robert G. Parr im gleichen Jahr entwickelten Theorie und nun als Pariser-Parr-Pople Methode bezeichnet. Anschließend entwickelte er 1965 die Methode Complete Neglect of Differential Overlap (CNDO) und kurz danach Intermediate Neglect of Differential Overlap (INDO) für die näherungsweise Berechnung der Molekülorbitale von dreidimensionalen Molekülen sowie einige weiter Methoden für die Computerchemie. Er bereitete den Weg zur Entwicklung von ausgefeilten Berechnungsmethoden, so genannte ab initio Methoden, die Mengen von Slater-Orbitalen oder Gauss-Orbitalen nutzen um die Wellenfunktion zu modellieren. In den Anfängen waren solche Berechnungen sehr teuer in der Durchführung. Das Aufkommen der Mikroprozessoren ermöglicht die Durchführung heutzutage leichter. Pople war behilflich bei der heute am weitesten verbreiteten Software für die Computerchemie, der "GAUSSIAN" (tm) Programmsammlung. Dennoch wurde Pople 1991 von der Weiterentwicklung der Software ausgeschlossen. Tatsächlich wurde ihm sogar die weiter Nutzung der Software verweigert.

1986 ging er von der Carnegie-Mellon Universität in Pittsburgh (Pennsylvania), wo er seine frühen Leistungen erreichte, an die Northwestern Universität in Chicago (Illinois).


Pople erhielt 1998 gemeinsam mit Walter Kohn den Nobelpreis für Chemie. 2003 wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

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