Potassium chlorate

Structural formula
K + Bild:Chlorat.PNG
general
name potassium chlorate
other names chlorine-sour potash, potassium chloricum
sum formula K Cl O 3
CAS number 3811-04-9
short description white crystalline powder
characteristics
mol mass 122.55 g mol
state of aggregation firmly
density 2.32 g/cm ³
melting point 370 °C
boiling point (disintegrates)
steam pressure ? Pa (x °C)
solubility solubility in water with 20 °C: 70 g/l, gut in warmen Wasser, unlöslich in Alkohol
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
O
Brandfördernd
Xn
Gesundheitsschädlich
R- und S-Sätze

R: 9-20/22
S: 2-13-16-27

MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kaliumchlorat (Summenformel KClO3) ist das Kaliumsalz der Chlorsäure (HClO3).

Inhaltsverzeichnis

Darstellung

Die Gewinnung von Kaliumchlorat erfolgt durch Elektrolyse einer Natriumchloridlösung und der nachfolgenden Fällung des entstandenen Natriumchlorats mit Kaliumchlorid. Dabei werden die Elektroden (Kathode: Stahl; Anode: aktiviertes Titan) nicht wie bei der Herstellung von Natriumhydroxid durch eine Membran voneinander getrennt, sondern eng aneinander gelegt. Es entstehen Natriumchlorat und Salzsäure.

Bei der Elektrolyse einer Kaliumchloridlösung entsteht das Kaliumchlorat auf direktem Weg.

Eigenschaften

Es ist ein Oxidationsmittel, durch Erhitzen über den Schmelzpunkt disproportioniert es unter Sauerstoffentwicklung zu Kaliumperchlorat und Kaliumchlorid:

<math>\mathrm{2\,KClO_3 \rightarrow KClO_4 + KCl + O_2}</math>

Beim Erhitzen über 550 °C zerfällt es komplett in Sauerstoff und Kaliumchlorid. Diese Zersetzung findet bei der Zugabe von Mangandioxid (Braunstein) als Katalysator schon bei 150 bis 200 °C statt.

<math>\mathrm{2\,KClO_3 \rightarrow 2\,KCl + 3\,O_2}</math>

Sehr brisant sind Mischungen mit oxidierbaren Stoffen wie beispielsweise Schwefel, Phosphor, Iod und Kohlenstoff, die schon durch Reibung, Stoß oder Schlag explodieren können.Die brisantesten Mischungen sind mit rotem Phosphor und gelten bei feinster Vermischung als dynamitähnlich ( Armstrongsche Mischung ).In der Technik werden Mengen im einstelligen Milligrammbereich daher nur naß vermischt und mit Bindemittel für Knallkorken und Zündblättchen verwendet.Die bei Vorlesungsversuchen angewendete Mischung der trockenen Komponenten mittels Vogelfeder ist zu gefährlich und unnötig,da nach A.Stettbacher (Spreng-und Schießstoffe,Zürich,1948) in 96%igen Ethanol die Mischung gefahrlos erfolgen kann und erst nach Verdunstung des Alkohols bei Druck Explosion erfolgt. Diese tritt auch bei Mischungen des Chlorats mit |organischen]] Stoffen, z. B. Holzmehl oder Petroleum nach Reibung ,Schlag oder Initialzündung ein.Hierdurch ist es schon oft zu Unfällen gekommen.

<math>\mathrm{2\,KClO_3 + 3\,S \rightarrow 2\,KCl + 3\,SO_2}</math>
Kaliumchlorat reagiert mit Schwefel zu Kaliumchlorid und Schwefeldioxid.
<math>\mathrm{2\,KClO_3 + 3\,C \rightarrow 2\,KCl + 3\,CO_2}</math>
Die Reaktion von Kaliumchlorat und Kohlenstoff ergibt Kaliumchlorid und Kohlendioxid.

Verwendung

Kaliumchlorat wird im Labor zur Sauerstoffgewinnung eingesetzt. Man verwendet es zur Herstellung von Streichhölzern, Leuchtmunition sowie Feuerwerkskörpern.

Ebenfalls verwendet man es zur Produktion von Sprengstoffen („Chloratit“ enthält z. B. etwa 90 % Kaliumchlorat, 10 % organische Kohlenwasserstoffe und einen Zusatz von Holzmehl). Die reibungsempfindlichen Mischungen sind weitgehend durch handhabungssichere Explosivstoffe verdrängt worden.

Kaliumchlorat ist Bestandteil des "Holländischen Bades", einer Ätzflüssigkeit für Kupferplatten aus 88% Wasser, 10% konz.Salzsäure und 2% Kaliumchlorat, die für die Herstellung von Radierungen verwendet wird.

Es ist ein starkes Blut- und Nierengift (> 1 g). Zudem wirkt es antiseptisch und kommt deshalb bei Gurgel- und Mundwässern zum Einsatz. Es gibt allerdings nur noch wenige Gurgelmittel, die Kaliumchlorat enthalten, da es aufgrund seiner Toxizität nur noch beschränkt eingesetzt werden darf.Die antiseptische Wirkung wird heute meist skeptisch beurteilt und sogar angezweifelt.

Weblinks

Universität Siegen: Experiment von rotem Phosphor und Kaliumchlorat (Filmmaterial)

Versuch: Gummibärchen im Flammeninferno

 

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