Church tower

a church tower is the tower belonging to a church building.

Table of contents

function

in the traditional understanding has a church tower several functions:

  • Blickfang
  • Hinweis auf die vertikale Dimension
  • Markierung von Ortszentrum (bzw. Kirchplatz) und Ortsbild
  • Architektonische Ergänzung des Kirchenbaus, Ost-West-Achse
  • Betonung der Himmelsrichtungen
  • Träger von Turmuhr und Glocken
  • Symbolik der Turmspitze (Kreuz, Wetterhahn, in lutherischen Gemeinden selten auch ein Schwan)
  • Aussichtsplattform zur Beobachtung (Feinde, Feuer) für den Türmer
  • Teil der Stadtbefestigung in kleineren Städten

In der Kugel von Kirchturmspitzen (dem "Turmknopf") werden traditionell Zeitkapseln hinterlegt, um zeittypische Dinge (etwa Münzen und Geldscheine oder Zeitungen des Tages) an die nächsten Generationen weiterzugeben.

Dennoch wurden auch früher schon Kirchen ohne ausgeprägten Turm gebaut - z.B. gotische Klosterkirchen der Zisterzienser, Kuppelbauten oder Kirchen mit lediglich einem Dachreiter. Das Verschieben oder Fehlen einiger dieser Funktionen ändert die Charakteristik des Baues und des Kirchplatzes.

Zeitanzeige

Viele Kirchtürme sind mit einer Turmuhr ausgestattet, wobei meist auf mehreren Seiten des Turms ein Ziffernblatt vorhanden ist. Die Turmuhr diente früher den Bewohnern des Dorfes als "Zeitnormal" zum Einstellen ihrer Uhren. Einige Kirchtürme in München besitzen auf einer Turmseite mehrere Zifferblätter. Bei modernen Kirchtürmen wird häufig auf eine Turmuhr verzichtet. Als Turmuhren werden stets analoge Uhren eingesetzt. Über die Verwendung von Digitaluhren als Kirchturmuhren liegen keine Informationen vor.

Aussicht

Zahlreiche Kirchtürme besitzen eine Aussichtsplattform. Allerdings sind diese im Regelfall - im Unterschied zu den Aussichtsplattformen auf Wasser- und Fernsehtürmen nur über ein Treppenhaus zugänglich, weil der Einbau eines Aufzugs meist nicht möglich ist.

Moderne Funktionen

Manche Kirchtürme werden für den Mobilfunk genutzt. Allerdings müssen hierbei die Antennen wegen Denkmalschutzauflagen meist unter dem Dach angebracht werden. Eine weitergehende Nutzung von Kirchtürmen für funktechnische Zwecke dürfte nur in Ausnahmefällen stattfinden.

Vereinzelt wurden Kirchtürme (Juli 2005, Rosenheim) auch für Werbezwecke genutzt. Dieser Umstand wird rege diskutiert. Durch die Verwendung der Einnahmen innerhalb der Pfarrgemeinde aber überwiegend akzeptiert.

Standort

Der Turm steht meist an der Westseite der Kirche und stellt den Eingangsbereich dar. Als Gegenstück zur Ostseite (Sonnenaufgang als Symbol für Christus) symbolisiert er in mittelalterlichen Bauten häufig die Abwehr schädlicher Einflüsse. Als Westwerk wurde er in der Romanik stark und "wehrhaft" ausgebaut, was bei Doppeltürmen noch deutlicher betont ist.

In der Gotik befindet sich der Turm auch an der Südseite oder findet im Norden sein Gegenstück. Als Portal im Westen wurde er häufig mit Fresken ausgeschmückt oder als Durchgang zum Friedhof gestaltet. Moderne Bauten haben meist schlichte oder abgesetzte Turmformen - ähnlich dem Campanile (Glockenturm) der südlichen Länder.

Formen

Die Formen des Turmdachs sind vielfältig: Satteldach, Walmdach, Spitzhelm, Rhombenhelm, Haube, Zwiebeldach, Kuppeldach, Schindeldach, Laterne, Eckpilaster, Treppengiebel, Pyramide u.v.m.

Für Geodäten sind die Kirchtürme ideale Festpunkte, die eindeutig zuzuordnen und leicht verfügbar sind. Seitlich des Eingangs befindet sich oft ein Turmbolzen, der als stabiler Nivellementpunkt dienen kann.

Siehe auch

Gotteshaus, Liste der höchsten Kirchtürme der Welt, Turm (Bauwerk), Wehrkirche, Aussichtsturm, Funkturm, Fernsehturm

Weblinks

Bilder von Kirchtürmen

Commons: Kirchtürme – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
 

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