Leopold Schefer

Leopold Schefer (* 30. July 1784 in mash-chew in the Oberlausitz, † 16. February 1862 ) was even there son of a Muskauer of country doctor and a tenant daughter from box mountain, German poet (occasionally it used the alias Pandira) and composer.

Inhaltsverzeichnis

Der Schriftsteller

Schefer war als Schriftsteller in den 1830er und 1840er Jahren ein berühmter Autor. Im Ziuge der Begeisterung, die der griechische Aufstand gegen das Osmanische Reich in Mitteleuropa auslöste, wurde er 1822 durch seine Griechennovelle Palmerio rasch bekannt. Die Novelle wirkte besonders deshalb authentisch, weil Schefer bis 1819 nicht nur England, Österreich, Istrien, Italien, sondern auch Teile des Osmanischen Reichs wie Griechenland, Ägypten, Palästina, Syrien und Anatolien bereist hatte). Als seine besondere Stärke galten bald seine Schilderungen von Naturkatastrophen.

Schefers Laienbrevier von 1834 (eine Sammlung von Lehrgedichten für jeden Kalendertag) erlebte bis 1897 18 Auflagen. Nach dem Scheitern der Revolution von 1848, deren literarische Vorkämpfer ihn als kundigen, spannenden, sozialkritischen und vorurteilslosen Autor geschätzt hatten (er war erklärtermaßen kein Christ, sondern Pantheist), geriet er ab 1900 allmählich in Vergessenheit. In neuerer Zeit hatte sein Werk noch Einfluss auf den Charonkreis (Karl Röttger) und vermutlich auf Jakob Wassermann und Franz Werfel. Erst ab 1961, als Arno Schmidt Schefer in seinem Belphegor rühmte ("ein guter Meister zweiten Ranges"), kam er wieder zu einem gewissen Ansehen.

Schefer hinterließ ein umfangreiches Werk, wobei die ungedruckten Werke (vor allem Gedichte, Tagebücher, Lieder, eine unvollendete Oper) sein gedrucktes Oeuvre (Romane, Novellen, Lyrik – insgesamt 12 Bände "Ausgewählte Werke", 1845-46) deutlich an Umfang übertreffen.

Der Komponist

Als Komponist (er war Salieri-Schüler), zumal von Liedern, blieb Schefer erfolglos, obwohl er nach heutigem Urteil als originell und bedeutend eingeschätzt wird und der Komponist von Ernst-Jürgen Dreyer höher als der Schriftsteller gestellt wird.

Schefers Wirken in Muskau

Schefer war ein Jugendfreund des Gartenkünstlers und Schriftstellers Fürst Hermann von Pückler-Muskau, der seine ersten englischen Park-Studien mit ihm gemeinsam machte, dessen Standesherrschaft Muskau er auch als "General-Inspector" während und in der Folgezeit des napoleonischen Russlandfeldzuges verwaltete: Durchmärsche, Plünderungen, eine mörderische Flecktyphusepidemie. Zeitlebens blieb er in diesem Landstädtchen und lebte dort von einer Pücklerschen Pension (bis 1845), und zumeist von seiner Feder, zuletzt verarmend. Sein originell-durchdachtes. selbst erbautes Haus, wohl das einzige erhaltene eines deutschen Dichters des 19. Jahrhunderts, steht noch in Bad Muskau, in bedenklich 'renoviertem' Zustand, jedoch restaurierbar.

Sein Nachlass liegt in der Oberlausitzischen Bibliothek des Wissenschaften in Görlitz, Musikalien jedoch auch in Weimar.

Werkauswahl

  • Palmerio, 1823 (Novelle über eine Bigamie in Griechenland)
  • Die Deportirten, 1824 (Novelle über eine australische Sträflingskolonie)
  • Die Osternacht, 1826 (Novelle über ein Hochwasser)
  • Der Waldbrand, 1827 (Novelle mit dem Schauplatz Kanada)
  • Künstlerehe, 1828 (Novelle über Albrecht Dürers Ehe)
  • Die Gräfin Ulfeld, 1834 (2 Bde., Roman über die lebenslange Einkerkerung der Frau eines dänischen Rebellen)
  • Laienbrevier, 1834/35 (Gedichtzyklus, pantheistisches Brevier zu jedem Tag im Jahr)
  • Das große deutsche Musikfest, 1837 (Novelle über ein vormärzliches Riesentreffen)
  • Der Gekreuzigte oder Nichts Altes unter der Sonne, 1839 (Novelle über den Genozid an einer Sekte im Osmanischen Reich)
  • Göttliche Komödie in Rom, 1841 (Novelle über Giordano Bruno)
  • Achtzehn Töchter. Eine Frauen-Novelle, 1847
  • Hafis in Hellas, 1853 (Liebesgedichte; anonym: Von einem Hadschi)
  • Homer’s Apotheose, 1858 (hexametrisches Epos über Homer)
  • Ausgewählte Lieder und Gesänge zum Pianoforte, mit einem Vorwort hgg. von Ernst-Jürgen Dreyer, München (G. Henle) 2004

Literatur

  • Bettina Clausen, Lars Clausen: Zu allem fähig. Versuch einer Sozio-Biographie zum Verständnis des Dichters Leopold Schefer, 2 Bde., Frankfurt a. M. (Bangert & Metzler) 1985
  • Bettina Clausen: Leopold Schefer Bibliographie, Frankfurt a. M. (Bangert & Metzler) 1985

Siehe auch

Weblinks

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