Martin Rickelt

Martin Rickelt (* 2. September 1915 in Berlin; † 9. April 2004 in Karlsruhe) was a German actor and became known by its role as an uncle Franz in the TV serial lime tree road .

Rickelt began its stage training and career in its birth city Berlin. Bereits bei der ersten Verfilmung des Erich Kästner-Buches "Emil und die Detektive" hatte er in einer kleinen Rolle als Hotelpage seine erste Berührung mit dem Film. Im Schauspielensemble des großen Heinrich George ging er durch eine harte Schule, da dieser ihn vor versammeltem Ensemble wegen Zuspätkommens herunterputzte. Dies habe ihn - so Rickelt in einem Interview - fürs ganze Leben geprägt. Zuvor ein kleiner "Bruder Leichtfuß" sei fortan die Disziplin das wichtigste im Leben geworden.

Als Achtjähriger war er am 8. November 1923 in München Augenzeuge des Hitler-Putsches. Zehn Jahre später, am 10. Mai 1933, erlebte er in Berlin die Bücherverbrennung. Dabei erkannte den inkognito anwesenden Erich Kästner in der Menge, da er ihn noch von der Emil-Verfilmung her kannte.

Da er keiner der großen Stars des deutschen Theaters und Films jener Ära war, wurde er bald als normaler Soldat in die Wehrmacht eingezogen und war gleich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs beim Überfall auf Polen 1939 beteiligt. Später baute er in der Ukraine ein Fronttheater an der Ostfront auf. Auf der Suche nach fähigen Schauspielern ließ er auch Einheimische vorsprechen und verliebte sich sogleich in seine spätere Frau Tamara Renko, eine begabten junge Sängerin, die er engagierte, heimlich heiratete und während des Krieges unter Aufwendung aller Tricks und Urkundenfälschung noch als "Arbeitshilfe" per Zug zu einer englischstämmigen Klavierlehrerin nach Berlin schickte. Nach der langen, dreijährigen Kriegsgefangenschaft traf sich das Paar wieder. Martin Rickelt versuchte dann, den eigenen Worten zufolge, nach zwölf Jahren berufsfremder Tätigkeit wieder Anschluss an seine Schauspielkarriere zu finden.

Rickelt spielte lange Jahre am Schiller-Theater und hatte als Mitglied des Karlsruher Ensembles einen Sitz im Rundfunkrat des SDR inne.

Als "Onkel Franz" Wittich der Familie Beimer mimte er in der ARD-Fernsehserie Lindenstraße von 1987 bis zu seinem Tod einen kauzigen Ewiggestrigen, der dennoch über einen gewissen schlitzohrigen Charme verfügt - unverzichtbar für politische und familiäre Verwicklungen. Rickelt hatte sich buchstäblich um die Rolle gerissen, da er aufgrund seiner Kriegserfahrungen gerade jene Typen aufs beste porträtieren konnte.

Diese Rolle verkörperte er dergestalt überzeugend, dass er häufig unangenehme Fanpost von Neonazis mit Hakenkreuz und deutschnationalen Parolen erhielt, die der bekennende Demokrat und aktive Gewerkschafter stets in die Altpapiersammlung beförderte.

Weitere Rollen spielte er im Tatort und in Alle meine Tiere. Seine letzten Lebensjahre wurden durch die Alzheimererkrankung seiner Ehefrau überschattet. Er starb an den Folgen einer Darmkrankheit.

Literatur

  • Joachim Christian Huth (Hrsg.), Das Lindenstraße Universum. Daten, Fakten, Hintergründe. Köln 1998, S. 177-180. ISBN 3-802-52614-7

Weblinks

  • {{ #if:
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| * Literatur von und über Martin Rickelt im Katalog der DDB

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