Pollution

Pollution is released the foreign word or the medical technical term for an automatic Samenerguss, used in-patriated in the German language, in the German linguistic area, by an unconscious Orgasmus, which without active effort and awake consciousness can occur with a male young person starting from puberty or with an adult man during the Schlafes. Da diese Ereignis hauptsächlich während eines Nachtschlafes vorkommt, wird auch von einem nächtlichen Samenerguss oder umgangssprachlich auch von einem feuchten Traum gesprochen. Die Begriffsbezeichnung Pollution ist aus dem Lateinischen Wort polluere für „beflecken, beschmutzen, verunreinigen“ abgeleitet, wobei diese Begriffswurzel wohl mit der Tatsache zu erklären ist, dass eine unwillkürliche Ejakulation während des Schlafes gegebenenfalls in die Bettbekleidung oder die Bettwäsche geht und diese verunreinigt.

Inhaltsverzeichnis

Sprachwissenschaftlicher Aspekt

Vorwiegend im deutschen Sprachraum wird der Begriff Pollution für einen unwillkürlichen Samenerguss während des Schlafes verwendet. Besonders im Englischen, aber auch in vielen anderen Sprachen bezeichnet dort das Fremdwort Pollution jedoch eine allgemeine Umweltverschmutzung. Die deutsche Bedeutung wird dort mit „nächtlicher Pollution“ oder „nächtlicher Ejakulation“ ausgedrückt. Dabei wird allerdings übersehen, dass besonders bei häufigem nächtlichen Schlafdefizit sehr wohl eine Pollution auch während eines Tagschlafes auftreten kann. Damit ist in diesen Sprachen mit ihrer Begriffsbezeichnung „nächtliche Pollution“ der Begriffsraum in unzulässiger Art und Weise eingeschränkt worden. Zur Vermeidung all dieser sprachlichen Unzulänglichkeiten und möglicher moralisch abwertender Konnotationen wird in der Sexualwissenschaft an Stelle von „Pollution“ zunehmend der Begriff „Orgasmus im Schlaf“ verwendet.

Orgasmus im Schlaf

Die Ersetzung des Begriffs „Pollution“ durch „Orgasmus im Schlaf“ beinhaltet jedoch eine grundsätzliche Problematik. Bislang war mit Pollution ja immer ein unwillkürlicher Orgasmus mit Ejakulation von Sperma im Schlaf gemeint. Da die sexuellen Reaktionsmöglichkeiten von Kindern noch bis zum heutigen Tage kaum umfassend wissenschaftlich erforscht wurden (siehe auch Kindliche Sexualität), ist im Grunde nicht zweifelsfrei festgestellt, ob männliche Kinder auch schon lange vor der Pubertät unter bestimmten Voraussetzungen einen unwillkürlichen Orgasmus im Schlaf haben können, bei dem dann natürlich noch keine Ejakulation von Sperma stattfinden kann. Für den Fall, dass sich eine solche Möglichkeit einmal bestätigen sollte, ist die generelle Verwendung der Bezeichnung Samenerguss im Schlaf an Stelle von „Pollution“ die einzig den genauen Sachverhalt treffende.

Physiologische Grundlagen

Ursachen und Zeitpunkt

normaler nächtlicher Schlafablauf mit REM-Phasen

Eine Pollution ist eine völlig harmloser und natürlicher Vorgang, durch den sich der Körper über einen unwillkürlichen Orgasmus und einer Ejakulation von angestautem Sperma entledigt. Pollutionen treten in unregelmäßigen Abständen bei männlichen Jugendlichen ab der Pubertät normalerweise nachts während der REM-Schlaf-Phase (Traumphase) auf, wenn die von den Hoden produzierten und in den Nebenhoden gereiften Spermien zusammen mit Sekreten aus Hoden, Nebenhoden und den sogenannten akzessorischen Geschlechtsdrüsen, also Samenleiterampulle (Ampulla ductus deferentis), Samenblasendrüse (Glandula vesicularis), Vorsteherdrüse (Prostata) und Bulbourethraldrüse (Glandula bulbourethralis), über einen längeren Zeitraum (einige Tage bis Wochen) nicht schon durch Geschlechtsverkehr oder Masturbation mit Orgasmus ausgestoßen worden sind.

Wie schon unter "Sprachwissenschaftlicher Aspekt" kurz erwähnt, kann sich allerdings eine Pollution auch tagsüber während eines Erholungsschlafes ereignen.

Erstes Auftreten

Da der menschliche Körper sich bei einer Pollution in erster Linie der angestauten Spermien entledigt, kann eine Pollution erst mit Beginn der Pubertät auftreten, wenn die Hoden begonnen haben, Spermien zu bilden. Vor der Pubertät werden höchstens Sekrete gebildet, aber keine Spermien. Das bedeutet aber logischerweise, dass vor der Pubertät bei sexueller Betätigung höchstens gelegentlich auch ein feuchter Orgasmus auftreten kann, also eine Ejakulation, aber keine Pollution! Siehe auch den Artikel Trockener Orgasmus.

Begleiterscheinungen

Eine Pollution ist immer von einer Erektion des Penis begleitet.

Träume

Die Träume vor und besonders während der Pollution können dabei erotische Inhalte haben, der Träumer auch durch das Ereignis erwachen und sich dann an diese Träume erinnern.

Da im Schlaf beziehungsweise in der Traumphase zumindest die bewussten Kontrollmechanismen fehlen, können nach E. J. Haeberle, 1983, solche erotischen Träume durchaus ungewöhnliches oder gesellschaftlich nicht toleriertes und gegebenenfalls auch strafrechtlich verbotenes Verhalten ausdrücken. Normale Hemmungen, Zwänge oder Normen seien während der Schlafen in Träumen weniger wirksam, weshalb viele unbewusste, unterdrückte oder verdrängte sexuelle Wünsche auch und besonders in diesen Träumen zu Ausdruck kommen können.

Derartige Träume gelten selbstverständlich weder als Verursacher noch als Auslöser der Pollution, sondern sind lediglich als häufige Begleitumstände anzusehen, da auch nicht jede Pollution von einem erotischen Traum begleitet sein muss. Sehr oft wird der Schlaf durch die Pollution nicht unterbrochen und der Betreffende stellt erst einige Zeit später durch mehr oder minder eingetrocknete Spermaflecke (umgangssprachlich sehr oft als kalter Bauer bezeichnet) beim Erwachen fest, dass er im Schlaf eine Pollution hatte.

Häufigkeit

Das Auftreten einer Pollution wird indirekt durch die Tätigkeit der Hormondrüsen gesteuert, da das Hormonsystem einen starken Einfluss auf die Funktion der Geschlechtsorgane besitzt. Die Tätigkeit des Hormonsystems ist ihrerseits auch abhängig von den Einwirkungen auf die Sinnesreize. Intensität und Zeitdauer der Umweltreize auf die Sinne haben also indirekt auch einen Einfluss auf eine Pollution beziehungsweise die Häufigkeit des Auftretens dieses Ereignisses. Diese Pollutionshäufigkeit ist daher sowohl von dem individuell unterschiedlichen Parameter des Entwicklungsstandes bzw. der Ausprägung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale abhängig, wie auch von einer jeweils unterschiedlichen Stimulation durch sexuelle Umweltreize, die auch auf denjenigen täglich mehr oder minder stark einwirken können, der sexuell weniger aktiv oder gar enthaltsam lebt, aber dennoch auf Grund seiner sexuellen Ausrichtung für solche Reize empfänglich ist.

Begriffsabgrenzung

Durch sexuelle Phantasien beziehungsweise Tagträume (dösen) oder durch andere direkt aufgenommene sexuelle Sinnesreize ohne weitere aktive Betätigung ausgelöste Orgasmen mit Ejakulation werden im engeren Sinne nicht als Pollution bezeichnet, da hierbei das Wachbewusstsein nicht unbeteiligt und also auch eine eigene wache Aktivität gegeben ist und damit im Grunde eine Unwillkürlichkeit nicht vorliegt.

Polluarche

Polluarche (lat.-altgr. etwa „erste Beschmutzung“) ist ein heute veralteter, sehr selten benutzter und letztlich indirekt vom Wortursprung her vielleicht auch eher abwertender Ausdruck für die erste Pollution eines Jungen, der über einen längeren Zeitraum entweder überhaupt keine, oder nur eine gelegentliche sexuelle Aktivität einschließlich Orgasmus hatte. Die Polluarche ist damit auch ein Anzeichen für den Eintritt der Geschlechtsreife beziehungsweise Fortpflanzungsfähigkeit und anscheinend dem Begriff Menarche nachgebildet. Das mit Polluarche bezeichnete Ereignis ist aber keinesfalls als „männliches Äquivalent“ gegenüber der Menarche zu sehen, weil Menstruation und erstmalige Ejakulation von Spermien im physiologischen Sinne völlig unterschiedliche Erscheinungen darstellen.

Wenn aber ein männliches Kind schon vor der Pubertät - in welcher Form auch immer - regelmäßig und in kurzen Abständen sexuell aktiv ist, wird bei ihm weder die Polluarche am Eintritt der Geschlechtsreife stattfinden, noch werden danach weitere Pollutionen auftreten. Sowohl die Polluarche wie weitere Pollutionen sind Phänomene, die sich eher bei sexuell inaktiven oder diesbezüglich nur gelegentlich tätigen männlichen Kindern bzw. Jugendlichen ab der Pubertät einstellen. Einige Untersuchungen ergaben, dass nur bei rund 13 Prozent aller untersuchten Pubertierenden eine erste Ejakulation als nächtliche Pollution auftrat.

Über den Prozentsatz der männlichen Kinder, die schon vor oder während der Pubertät sexuell aktiv sind, gibt es jedoch in verschiedenen Ländern und Kulturkreisen sehr unterschiedliche Angaben.

Moralischer Aspekt

Da bei einer Pollution beziehungsweise einer Pollurache gegebenenfalls in die Bettwäsche oder in während des Schlafes getragene Bekleidung unwillkürlich ejakuliert wird, wurden diese Vorgänge im Lateinischen als Beschmutzung beziehungsweise als erste Beschmutzung bezeichnet. Damals ist allerdings bei den Römern ein solches Ereignis nicht moralisch negativ bewertet worden.

Hinweise in Bezug auf die mögliche Wurzel einer moralischen Verurteilung der Pollution innerhalb der Christlich-Abendländischen Kultur gibt es nach E .J. Haeberle, 1983, eher aus dem Jüdisch-Hebräischen Kulturkreis. Nach den Geboten Jehowas laut Bibel, 5. Mose, 23, 10 (Altes Testament) hatte sich ein Mann nach einer Pollution („Begegnis der Nacht“) von der Gemeinschaft fernzuhalten, bis er sich zur Reinigung am darauffolgenden Abend einem rituellen Bade unterzogen hatte. Damit wurde also eine ungewollte Ejakulation während des Schlafes als eine Verunreinigung angesehen, welche den Betreffenden bis zur Reinigung aus der Gemeinschaft der Männer ausschloss.

Besonders in zum Kulturkreis des Mittleren Ostens gehörenden Ländern wie Indien und Sri Lanka ist noch heute die von alters her angstbesetzte Vorstellung anzuteffen, der Mensch würde mit dem Ausstoßen von Samen seine Lebensenergie verlieren. Dabei wird jeder Samenerguss und damit auch eine Pollution als Verlust der Lebenskraft oder Gesundheit angesehen und im Rahmen tantrischen Techniken eine Bewahrung derselben gelehrt - siehe auch Dhat-Syndrom. Von Wissenschaftlern wird dieses Phänomen heute als kulturell bedingte Sexualneurose des indischen Subkontinents interpretiert.

Mögliche Probleme

Samenergüsse im Schlaf sind ein harmloses Ereignis ohne Krankheitswert, die aus diesem Grund - eine entsprechende Aufklärung vorausgesetzt - auch in der medizinischen Praxis von Urologen oder Hausärzten kaum einmal zur Sprache gebracht werden.

Den besonderen Bedingungen der Pubertät entsprechend kann eine Pollution für einen Jugendlichen allerdings ein Problem darstellen, sofern er überhaupt als solcher wahrgenommen und nicht als Bettnässen fehlinterpretiert wird und damit zu entsprechenden Scham- und Minderwertigkeitsgefühlen Anlass gibt. So wird ein "Ich hab ins Bett gemacht!" in der Arbeit mit behinderten Heranwachsenden gehört [1]. Allerdings gibt es auch hier keine verfügbaren verlässlichen Angaben zu entstehenden Problemen oder Missverständnissen.

Aufklärungsaspekt

Für die Gewährleistung einer gesunden, unbelasteten seelischen Persönlichkeitsentwicklung ist daher eine rechtzeitige Aufklärung eines Jungen vor dem Einsetzen der hier beschriebenen Ereignisse dringend angeraten. Wenn eine solche Aufklärung nicht rechtzeitig erfolgte, können bei den betreffenden Kindern die für sie dann völlig unerklärlichen Ereignisse erhebliche und unter Umständen tiefgehende Verunsicherungen gegenüber ihrem Körper und seinen Funktionen speziell im sexuellen Bereich auslösen. Dies kann auch - wenn nicht rechtzeitig aufgearbeitet - zu einer massiven Beeinträchtigung eines späteren Sexuallebens führen.

Siehe auch

Quellen

Literatur

  • Pschyrembel ® Wörterbuch Sexualität, bearbeitet von Stephan Dressler und Christoph Zink. Berlin, New York; Walter de Gruyter 2003, ISBN 3-11-016629-1
  • E .J. Haeberle: Die Sexualität des Menschen. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1983, ISBN 3-11-008753-7
  • Ford, C. S., Beach, F. H.: Das Sexualverhalten von Mensch und Tier (Patterns of sexual behavior, dt.). Reinbek (Rowohlt), Hamburg 1971.
  • Kinsey, A. C. u. a.: Das sexuelle Verhalten des Mannes (Sexual behavior in the human male, dt.). Fischer, Frankfurt/M. 1970.
  • Masters, W. H., Johnson, V. E.: Die sexuelle Reaktion (Human sexual response, dt.). Reinbek (Rowohlt), Hamburg 1980.
  • Sigusch, V., Schmidt, G,: Jugendsexualität. Dokumentation und Untersuchung. Enke, Stuttgart 1973.
  • M. Golstein, W. McBride: Lexikon der Sexualität. Jugenddienst-Verlag Wuppertal-Barmen, 2. Aufl. 1970, ISBN 3-77-957001-7

Weblinks


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