Sank Goar

coat of arms map
Wappen Deutschlandkarte, Position von Sankt Goar hervorgehoben
base data
Land of the Federal Republic: Rhineland-Palatinate
Ehem. Governmental district: Koblenz
district: Rhine Hunsrück circle
geographical situation: 50° 9 ' n. Break.
7° 43 ' o. L.
Height: 249 m and. NN
surface: 22.93 km ²
inhabitants: 3.128 (31. December 2003)
Population density: 140 inhabitants for each km ²
postal zip code: 56329
(old: 5401)
Preselection: 06741
Kfz characteristics: SIM
(früher: GOA)
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 133
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Heerstraße 130
56329 Sankt Goar
Offizielle Website: www.st-goar.de
E-Mail-Adresse:
Politik
Bürgermeister: Walter Mallmann (CDU)

Sankt Goar am Rhein ist eine Stadt im Bundesland Rheinland-Pfalz der Bundesrepublik Deutschland. Die Stadt gehört der Verbandsgemeinde Sankt Goar-Oberwesel an.

Bekannt ist Sankt Goar unter anderen wegen der Nähe zum sagenumwobenen Loreleyfelsen und der Ruine Burg Rheinfels. Sankt Goar liegt mitten im UNESCO Weltkulturerbe oberes Mittelrheintal, das im Juli 2002 in die Liste der Welterbestätten aufgenommen wurde.

Sankt Goar aus Nordwest
Sankt Goar aus Nordwest

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Sankt Goar liegt inmitten des Mittelrheintals in unmittelbarer Nähe zur Loreley.

Die nächsten größeren Städte sind Koblenz, Luftlinie ca. 24 km nördlich und Bingen am Rhein, Luftlinie ca. 25 km südöstlich. Sankt Goar ist mit einer Fähre mit der Schwesterstadt Sankt Goarshausen auf der rechten Rheinseite verbunden.

Stadtgliederung

Die Stadt besteht neben der Kernstadt St. Goar aus den Stadtteilen Biebernheim, Werlau und Fellen.

Geschichte

Sankt Goar um 1860
Sankt Goar um 1860
Historische Karte von Sankt Goar
Historische Karte von Sankt Goar
Alliierte Truppen bei der Rheinüberquerung bei Sankt Goar unter feindlichem Feuerbeschuss
Alliierte Truppen bei der Rheinüberquerung bei Sankt Goar unter feindlichem Feuerbeschuss
Sankt Goar vom Rhein
Sankt Goar vom Rhein
  • In römischer Zeit besiedelt.
  • Um 550 ließ sich der Namensgeber Goar nieder.
  • 765 überließ Pippin der Jüngere das Hospiz dem Abt der Benediktinerabtei Prüm in der Eifel, Asver, zum persönlichen Benefizium
  • 782 übertrug Karl der Große das ehemalige Königsgut der Benediktinerabtei Prüm
  • Ab 1190 stand die Stadt unter militärischem Schutz und der Gerichtsbarkeit des Grafenhauses von Katzenelnbogen.
  • Im Jahr 1245 erbaute Graf Diether V. von Katzenelnbogen die Burg Rheinfels.
  • 1479 : durch den Tod des letzten Grafen von Katzenelnbogen, Philipps des Älteren, fällt St. Goar an die Landgrafschaft Hessen
  • Am 1. 11. 1527 begann der spätere Theologieprofessor Adam Krafft im Auftrag des hessischen Landgrafen Philipp des Großmütigen die Reformation einzuführen.
  • 1567 Aufteilung von Hessen unter seinen vier Söhnen. Dieter II. von Hessen-Rheinfels erhielt Burg und Stadt.
  • 1580 fielen der Pest in St. Goar 175 Personen zum Opfer; nur 18 Jahre später, 1598, abermals 142.
  • 1635, mitten im Dreißigjährigen Krieg, raffte die Pest über 200 Personen hinweg.
  • In Folge des anhaltenden Rechtsstreits zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt über die Aufteilung der Landgrafschaft Hessen ließ letztere mit Hilfe kaiserlicher Truppen Rheinfels und St. Goar im Sommer 1626 mehrere Wochen lang belagern, was schließlich zur Kapitulation und anschließenden Plünderung der Stadt durch spanische Truppenteile führte. Zwischen 1626 bis 1647 gehörte St. Goar zu Hessen-Darmstadt.
  • 1647 eroberten die Truppen der Landgräfin Amalie Elisabeth von Hessen-Kassel Burg Rheinfels und die Stadt.
  • Am 14.4.1648 trat dann Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt die Niedergrafschaft Katzenelnbogen mit St. Goar „auf ewige Zeiten“ an Hessen-Kassel ab.
  • Während nun Hessen-Kassel reichsrechtlich die Landeshoheit behielt, fiel die Herrschaft über die Grafschaft Niederkatzenelnbogen an Landgraf Ernst, der am 30.3.1649 seinen Einzug in St. Goar hielt und die Linie Hessen-Rheinfels-(Rotenburg) gründete. Landgraf Ernst regierte bis zu seinem Tode 1693 auf Burg Rheinfels, seinem Residenzschloß, als religiös toleranter, geistig höchst interessierter Herrscher, der wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt St. Goar beitrug, die unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges zu leiden hatte.
  • 1692 während des Pfälzischen Erbfolgekrieges Belagerung von Burg und Stadt durch zuletzt 28000 Franzosen. Auch der letzte Sturmversuch wird abgeschlagen.
  • 1794 wurde die Festung kampflos an französische Revolutionstruppen übergeben und 17967/97 in großen Teilen gesprengt. Bis 1813 stand sie unter französischer Verwaltung.
  • 1815 kam die Burg in preußischen Besitz und Sankt Goar wurde Kreisstadt.
  • Mitte März 1945 erreichten Truppenverbände der US-Armee St. Goar, dessen Besatzung und Verwaltung Anfang Juli an Frankreich übergeben wurde.
  • Mit der Verwaltungsreform 1969 Auflösung des Kreises St. Goar und Zuordnung zum Rhein-Hunsrück-Kreis mit Sitz in Simmern.
  • 1972 wurde die Stadt St. Goar in die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel mit Sitz in Oberwesel eingegliedert.

Eingemeindungen

Im Zuge der Verwaltungsreform bildet sich am 22. April 1972, aus dem Städten St. Goar und Oberwesel die neue Verbandsgemeinde Sankt Goar-Oberwesel mit dem Verwaltungssitz Oberwesel.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahlen
10. Oktober 1613 1.134
1640 714
1794 1.992
1815 1.108
1847 ¹ 1.452
3. Dezember 1867 1.330
22. Dezember 1885 1.453
27. Oktober 1903 1.673
13. Juli 1970 3.546
31. Dezember 1998 3.213
31. Dezember 2001 3.147
31. Dezember 2003 3.128

¹ Zählungsergebnis

Politik

Wappen

Beschreibung

Im oberen Teil ein blaubewehrter roter Löwe mit goldenem Hintergrund (heraldisch Leopard). Im unteren Teil goldene Lilien auf blauem Feld in einem goldenen Gitter. [1]

Bedeutung

Der Löwe das Wappentier der Grafen von Katzenelnbogen, die seit dem 13. Jahrhundert in St. Goar herrschten. Die Niedergrafschaft von Katzenelnbogen hatte ihren Hauptsitz in St. Goar. Die Lilien beziehen sich auf das Marienpatrozinium von Darmstadt, dem Hauptort der Obergrafschaft Katzenelnbogen.

Die Stadtfarben sind Rot und Weiß.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Burg Rheinfels oberhalb von St. Goar

Museen

  • Deutsches Puppen- und Bärenmuseum
  • Wahrschauer- und Lotsen-Museum

Bauwerke

  • Burg Rheinfels mit Heimatmuseum
  • Kirchen:
    • Evangelische Stiftskirche mit Krypta
    • Neugotische katholische Pfarrkirche

Regelmäßige Veranstaltungen

  • 1. Wochenende im Juni: Burgmarkt und Ritterturnier auf Burg Rheinfels
  • 3. Wochenende im Juli: Traditionelles Werlauer Heimatfest im Stadtteil Werlau. Vorschau und Nachlese auf werlau-event.de
  • 3. Wochenende im Juli: Schützen- und Heimatfest
  • 1. Wochenende im August: Hansenfest
  • 1. Wochenende im September: Traditionelle "Biewerumer Quetschekerb" im Stadtteil Biebernheim
  • 3. Wochenende im September: Rhein in Flammen Großfeuerwerke von Burg Katz bei Sankt Goarshausen, Burg Rheinfels bei Sankt Goar und von der Rheinmitte aus.

Wirtschaft und Infrastruktur

Tourismus und Weinbau

St. Goar ist Sitz einer Wasserschutzpolizeistation, die für den Bereich von Bacharach bis Osterspai (544 - 575 km) zuständig ist.

Verkehr

Eisenbahn

St. Goar liegt an der linken Rheinstrecke Frankfurt - Mainz - Bingen - Koblenz - ( Köln)= Kursbuch Nr. 471 der DB. Der Bahnhof wurde stillgelegt. Fahrkartenverkauf am Automaten.

Durch St. Goar (Kernstadt) und den Ortsteil Fellen führt die Bundesstraße B 9.

Straßenverkehr

Autobahnanschluß an die A 61 Ludwigshafen-Mönchengladbach nahe dem 14 km entfernt liegenden Emmelshausen.

Schiffsverkehr

In St. Goar legen regelmäßig die Ausflugsschiffe der Köln-Düsseldorfer-Rheinschiffahrt an.

Anlegestelle weiterer Rheinschiffahrtslinien.

Eine Personen- und Autofähre, die „Loreley VI", verbindet das linksrheinische St. Goar mit der rechtsrheinischen Schwesterstadt St. Goarshausen.

Öffentliche Einrichtungen

Weblinks


Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 43′ O

 

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