Sneaker

example of a pair of typical Sneaker

Sneaker (from the English. more sneaker, dt. Schleicher) is the generic term for sport shoes, which are carried not to the sport but in the everyday life. The Sneaker is thus the run shoe similar, a fashionable road shoe.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ersten Sneaker wurden um 1860 in England (und etwa zeitgleich in den USA) als Krockettschuhe mit flexibler Gummisohle und einem Schaft aus Canvas gebaut. Die knapp über dem Boden liegende, den Schuh umlaufende, farblich kontrastierende Linie auf dem Gummisohlenrand, trug diesen Modellen den Namen Plimsolls ein (nach dem Erfinder der Ladelinie bei Schiffen, S. Plimsoll). 1917 kamen in den USA die Keds genannten und von der U.S. Rubber Company in Massenfertigung produzierten Sneaker (für Kinder) auf den Markt und wurden von den Erwachsenen schon bald als Sportschuhe (Tennis) für geeignet befunden. 1919 folgte der knöchelhohe Converse All Star und wurde über Jahrzehnte zum Inbegriff des Sneakers in Nordamerika.

Der Begriff Sneaker selbst stammt vom Werbefachmann Henry Nelson McKinney; denn außer Mokassins hatten damals alle anderen Schuhe einen lauten Auftritt (bedingt durch die Ledersohlen). In den 1950er Jahren wurde der Sneaker zur bevorzugte Fußbekleidung der Jugend und gab in den Folgejahrzehnten einer ganzen Turnschuhgeneration den Namen.

Den Sneaker in seiner höherwertigen Art (Edelsneaker; siehe unten), geht vermutlich auf ein Modell von Ludwig Reiter zurück, als dieser Hersteller in den Endsiebziger Jahren erstmals einen vom Preis und Material her anders positionierten Sneaker anbot. Mit der allgemeinen Sporteuphorie der 1980er Jahre setzte sich der Sneaker dann in weiten Teilen der Bevölkerung als akzeptiertes Freizeitschuhmodell durch.

Merkmale und Herstellung

Dem Sneaker liegt als Schaftschnitt der so genannte Oxfordschnitt zugrunde. Als Boden dient heute meist ein Sandwichboden aus verschiedenen einzelnen Kunststoffschichten, der zumeist eine sehr gute Dämpfung bewirkt und einen Langkeilabsatz zeigt. Zum Fuß hin soll eine Einlegesohle für ein besseres Schuhklima (Schweißaufnahme) sorgen, zugleich schont sie die Brandsohle (Innensohle) des Schuhs. Die Laufsohle ist sportschuhtypisch abriebfest, mit gutem Grip und leichtem Profil aus Gummi. Der Schaft besteht überwiegend aus Kunstfasern, zusätzliche Verstärkungen sind oft aus (Rau-)Leder. Auffällig ist der häufig helle (weiße) oder sogar mehrfarbige Schaft, der zusätzlich meist das Emblem des Herstellers zeigt. Sneaker werden, wie andere Sportschuhe auch, fast ausschließlich in angespritzter Machart (Herstellungsverfahren) mit einer gestrobelten Innensohle aus Natur-Kunststofffaser-Gemisch in fernöstlichen Billiglohnländern produziert.

Der Markt wird fast ausschließlich von den bekannten Sportschuhherstellern (Adidas, Asics, Camper, Converse, Fila, Nike, Puma, Reebok usw.) beherrscht.

Varianten

Als Edelsneaker bezeichnet man hochwertig verarbeitete (oft rahmengenähte) Sneaker mit Schäften aus gutem Oberleder. Schuhhersteller wie Greve (Niederlande), Ludwig Reiter (Österreich), Santoni (Italien) und Schuh-Bertl (Deutschland) zeigen hier die verschiedenen Möglichkeiten der Interpretation auf. Von den normalen Sneakern unterscheiden sich diese Modelle vor allem durch die höherwertigen Materialien und eine dementsprechende Verarbeitung. Das hat in erste Linie Auswirkungen auf den Tragekomfort (Schuhklima), die Haltbarkeit (höher) und natürlich den Ladenpreis.

Zielgruppe und Träger

Die Zielgruppe für Sneaker sind vor allem Musik und Sport liebende jugendliche Großstadtbewohner. Diese werden durch geschickte Produktplacements in den Filmclips ihrer bevorzugten Musikgruppen und in Spiel- und Fernsehfilmen von den Herstellern zu beeinflussen gesucht. Das funktioniert auch insofern, als dass die Zielgruppe nur bestimmte Marken und Modelle bevorzugt und andere Marken und Modelle meidet.

Neben dieser Hauptzielgruppe werden Sneaker auch von Erwachsenen zu bestimmten Freizeitgelegenheiten getragen. Darüber hinaus sind vor allem die zu sehr geringen Ladenpreisen erhältlichen Sneaker von Discountmarken die charakteristische Schuhbekleidung von sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen.

Sonstiges

Normale Sneaker bieten im Vergleich zu guten Lederhalbschuhen ein wesentlich schlechteres Schuhklima ("Schweißfüße") und werfen dadurch auch eine Geruchsproblematik auf. Zwar bedürfen sie keiner gewöhnlichen Schuhpflege mit Schuhcreme, dafür werden sie zur Geruchsminimierung in der Waschmaschine im Pflegeleichtprogramm bei 30° Celsius gewaschen.

In der EDV spricht man von Turnschuh-Administration oder Sneaker network, wenn der Administrator mangels geeigneter Hilfsmittel bei Problemen zu den Anwendern "vor Ort" hinlaufen muss.

Weiters existiert mit den Sneaker Pimps eine britische Musikgruppe die sich aus diesem Synonym für die Abwandlung des Turnschuhs ihren Namen zusammengesetzt hat.

Literatur

Helge Sternke: Alles über Herrenschuhe. Nicolai-Verlag, Berlin, 2006, 544 S., 450 Abb., ISBN 3-89479-252-3. Umfassendes Werk über Schuhe mit einem Kapitel über Sportschuhe und deren Geschichte.

Siehe auch

Plimsoll, Schuh, Schuhmodell, Sportschuh

 

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