Soldier career regulation

the soldier career regulation (SLV) regulates the conditions under those in Germany soldiers of the German Federal Armed Forces

  1. nach einer festgelegten Zeit befördert werden können
  2. verschiedene Dienstgrade überspringen können
  3. mit einem höherem Dienstgrad eingestellt werden können

Inhaltsverzeichnis

Beförderungen

Dies sind Regelzeiten und begründen in regelmäßiger Rechtsprechung keinen Rechtsanspruch, wenn die Regelzeit erreicht wurde. Die Beförderung zu einem bestimmten Dienstgrad setzt zumeist eine oder mehrere bestandene militärische Zusatzausbildungen voraus, sowie die Einplanung auf einen bestimmten Dienstposten, sowie auch vorhandene Haushaltsmittel des Bundes. Man spricht dabei landläufig von einem Beförderungsstau. Derzeit (2005) warten sehr viele Oberfeldwebel auf die Beförderung zum Hauptfeldwebel ebenso, wie sehr viele Oberleutnante auf die Beförderung zum Hauptmann.

Anschaulicher erläutert:

Überspringen von Dienstgraden

Der Offizieranwärter durchläuft in der Regel folgende Dienstgrade:

Die Beförderung zum Leutnant beendet die Offiziersausbildung. Hierbei überspringt der Soldat die Dienstgrade Obergefreiter, Hauptgefreiter, Stabsgefreiter, Oberstabsgefreiter, Stabsunteroffizier, Oberfeldwebel, Stabsfeldwebel, Oberstabsfeldwebel.

Weitere Beispiele:

  1. Ein Soldat auf Zeit, der bei der Bundeswehr ein allgemeinmedizinisches Studium absolviert, beendet als "Leutnant AIP" sein Studium bei der Bundeswehr, überspringt den Oberleutnant wenn er die Approbation erhält und wird direkt zum Stabsarzt befördert, der mit dem Rang eines Hauptmann gleichzusetzen ist.
  2. Ein Soldat, der als GWDL seine Dienstzeit begonnen hat und die zivilen Ausbildung zum Fahrschullehrers erfolgreich abgeschlossen hat, wird bei der Bundeswehr als normaler Mannschaftsdienstgrad geführt. Wenn er sich während des Grundwehrdienstes als Soldat auf Zeit einschreibt, dann ist eine direkte Beförderung zum Feldwebel wahrscheinlich, wenn er auf einen Fahrschullehrer-Dienstposten versetzt werden kann. Nur in diesem Fall wird sein Zivilberuf anerkannt, da eine weitere militärfachliche Ausbildung zum Fahrschullehrer in der Regel durch eine Kurzeinweisung auf die Besonderheiten der Bundeswehr ersetzt wird.

Einstellungen mit höherem Dienstgrad

Zum Beispiel wird der Soldat, der bereits die zivile Approbation als Arzt hat, direkt als Stabsarzt eingestellt. Eine abgeschlossene Ausbildung berechtigt zumeist die Einstellung als Stabsunteroffizier, wenn die militärische Verwendung dem Zivilberuf ähnelt (Beispiel: 1. Maler in einer Luftwaffenwerft, Elektriker in einem Fernmeldebataillon).

Grundsätzlich ist zu bemerken, dass bei einer Einstellung mit höherem Dienstgrad dennoch die entsprechenden Laufbahnlehrgänge absolviert werden müssen. Dabei gibt es durchaus Unterschiede im Detail:

  • Ist man als Stabsunteroffizier eingestellt und als SaZ4 verpflichtet, so muss der Laufbahnlehrgang bestanden werden.
    Normalerweise ist man im ersten Dienstjahr mit Grundausbildung, Uffz-Lehrgang und technischer Zusatzausbildung ("7er Stufe") beschäftigt. Besteht man den Laufbahnlehrgang nicht, wird man nicht zur "7er Stufe" zugelassen. Da man den Uffz-Lehrgang einmal wiederholen kann, kann dies im Extremfall bedeuten, dass man bei wiederholtem Nicht-Bestehen des Laufbahnlehrganges auf SaZ2 zurückgestuft wird und dann ist die Dienstzeit nach zwei Jahren vorbei. Das wiederholte Nicht-Bestehen der "7er Stufe" muss nicht zwangsläufig die Zurückstufung auf SaZ2 bedeuten. Der Laufbahnlehrgang ist vom Prinzip her für den Soldaten alleine Ausschlag gebend. Dennoch wird der Soldat mit dieser Dienstakte kaum Chancen auf eine Versetzung auf einen anderen Dienstposten haben.
  • Ist man als Feldwebel eingestellt und bspw. als SaZ8 verpflichtet, so muss der Uffz-Lehrgang lediglich besucht, jedoch nur der Feldwebellehrgang muss bestanden werden.
    Im Normalfall wird dieser Soldat als SaZ4 eingestellt und erst mit Bestehen des Feldwebellehrganges und der "6er Stufe" wird die Dienstzeit auf SaZ8 erweitert.
  • Im Offiziersrang eines Leutnants eingestellte Soldaten verlieren, im Gegensatz zu den obig benannten, bei Nicht-Bestehen des Offz-Lehrganges Ihren Dienstgrad und werden zum Oberfähnrich degradiert. Ergibt sich keine Weiterverwendung, so kann der Soldat im Extremfall aus der Laufbahngruppe der Offiziere entlassen und zum Hauptfeldwebel degradiert werden und nach zwei Jahren ist Dienstzeitende.

Die Maßnahmen, wie mit den im Jargon "Neckermann-Uffz/Fw/Offz" [1] genannten Soldaten bei Nichterfüllung der Anforderungen verfahren wird, steigern sich also mit der Höhe des Ranges, den sie bei Dienstantritt innehaben. Es gibt nicht wenige Soldaten, die aus diesem Grund ganz bewusst auf eine Einstellung mit höherem Dienstgrad verzichten, um diese Risiken zu mindern. Beispielsweise kann der examinierten Krankenschwester die Einstellung als Feldwebel angeboten werden. Diese lehnt jedoch ab und wird als Stabsunteroffizier eingestellt. So kann sie ihren Feldwebel "ganz normal" wie alle anderen auch machen und steht nicht direkt unter gesteigertem Erfolgsdruck.

Fußnoten

  1. "Neckermann-Uffz/Fw/Offz" deswegen, weil diese sich Ihren Dienstgrad nicht militärisch erdient haben (Einstellung als Mannschaftsdienstgrad,UA/OA, Uffz/Fw bzw. Offz-Lehrgang), sondern "geschenkt" bekommen und die militärische Qualifikation erst hinterher kommt. Dies entspricht nicht dem Gebot "in erster Linie Soldat, dann Vorgesetzter und dann Spezialist" zu sein. Hierbei wird diese Reihenfolge umgekehrt.

Weblink

Soldatenlaufbahnverordnung (SVL) bei bundesrecht.juris.de

Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Rechtsthemen!
 

  > German to English > de.wikipedia.org (Machine translated into English)