United Airlines

United Airlines
establishment: 1929
IATA - Code: UA
I.C.A.O. - Code: UAL
call signal: United
seat: Elk Grove many situation, IL the USA
firm structure:
Alliance: Star Alliance
fleet strength: 494 (+ 27 orders)
goals: national and international one of goals

United Airlines is an US-American line airline with head office seat in Chicago, Illinois.


United ist derzeit (Herbst 2005), bezogen auf geflogene Passagierkilometer (revenue passenger kilometers), nach American Airlines die zweitgrößte Fluggesellschaft der Welt. In Bezug auf transportierte Passagiere (total passengers transported) rangiert United nach American Airlines und Delta Airlines auf Platz drei der Weltrangliste.

United Airlines ist das Haupttochterunternehmen der Holdinggesellschaft UAL Corporation. Zu United Airlines gehören des Weiteren die 2003 gegründete Low-Cost-Fluggesellschaft Ted (letzte Silbe des Firmennamens 'United'), der seit 1986 bestehende Regionalverbund von Zubringer-Fluggesellschaften United Express, die Fracht-Division United Cargo sowie mit United Services die Sparte der Flugzeugwartung.

United Airlines ist Gründungsmitglied der Star Alliance.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

United Airlines wurde im Dezember 1929 von der United Aircraft and Transport Corporation und der Boeing Company gegründet. Am 30. Juni 1930 wurden Tout Air Service, National Transport Air und Ford aufgekauft. United war die weltweit erste Airline, die schon in den 1930er Jahren weibliche Flugbegleiterinnen beschäftigte.

Das erste Düsenflugzeug war die Douglas DC-8. Diese wurde am 29. Mai 1959 bestellt und am 18. September 1959 geliefert. Am 1. Juni 1961 übernahm United Airlines die amerikanische Capital Airlines und wurde somit zur zweitgrößten Fluggesellschaft der Welt nach Aeroflot. Das erste Großraumflugzeug war die Boeing 747 und wurde am 23. Juni 1970 geliefert.

Im Jahre 1981 startete United das Vielfliegerprogramm Mileage Plus. 1982 stellte sie als erste Airline die Boeing 767-200 in Dienst, zugleich wurde ein neues Farbdesign eingeführt. Mit der Verbindung nach Tokio wurde 1983 die erste Trans-Pazifikstrecke in Betrieb genommen. Bis zum Ende dieses Jahres kamen 12 weitere Pazifik-Strecken hinzu. 1985 wurden von der defizitären Pan American Airlines die Linienflugrechte für weitere Pazifikstrecken mitsamt den Flugzeugen Boeing 747SP und Lockheed TriStar übernommen.

1995 stellt United Airlines die neue Boeing 777-200 in Dienst, an deren Entwicklung die Airline maßgeblich beteiligt war. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das neue grau-blaue Farbdesign eingeführt. United Airlines gründete zusammen mit Lufthansa, Air Canada, SAS und Thai Airways im Mai 1997 die Star Alliance.

United war Ende der 90er Jahre die größte Fluggesellschaft der Welt bis sie im Januar 2001 von American Airlines durch deren Fusion mit Trans World Airlines (TWA) überholt wurde. Einem geplanten Zusammenschluss von United und US Airways hatte die US-amerikanische Kartellbehörde im Jahr zuvor widersprochen.

Im Zuge der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA wurden neben zwei Maschinen der American Airlines auch zwei Flugzeuge von United entführt. Eine Maschine des Typs Boeing 767 (Flug 175) stürzte in einen der Twin Towers des World Trade Centers in New York. Die zweite Maschine vom Typ Boeing 757 (Flug 93) – bei der man davon ausgeht, dass sie den Regierungssitz (Weißes Haus) hätte treffen sollen – kam in Pennsylvania zum Absturz.

Restrukturierung

Nach immensen Umsatzverlusten infolge der finanziellen Krise, in welche alle großen US-Fluggesellschaften nach den Terroranschlägen gerieten, und schließlich aufgrund der Ablehnung einer Kredithilfe von staatlicher Seite begann das Unternehmen am 9. Dezember 2002 in den USA mit dem Konkursverfahren unter Gläubigerschutz. Das operative Geschäft wurde seitdem ununterbrochen fortgeführt.

Zusätzlich hatte das Unternehmen mit hohen Lohnkosten, Arbeitskämpfen, der ineffizienten Organisationsstruktur, steigenden Treibstoffpreisen sowie der zunehmenden Konkurrenz durch Low-Cost-Airlines auf dem US-Markt zu kämpfen. Die Folge waren im Rahmen von drastischen Kosteneinsparungsmaßnahmen zahlreiche Entlassungen (von ursprünglich 100.000 Mitarbeitern sind heute noch ca. 55.000 übrig), unbezahlte Beurlaubungen, Lohn- und Gehaltskürzungen, das Aufkündigen der Pensionsverpflichtungen, das Schließen aller Stadtbüros in den USA sowie das Streichen einiger bestehender und geplanter Flugverbindungen. Der Standort Miami verlor dabei seinen Status als International Gateway nach Südamerika, die dortige Basis für Kabinencrews wurde geschlossen. Internationale Basen für Kabinencrews in Santiago de Chile, Taipeh und Paris wurden ebenso geschlossen.

Das Unternehmen hat bei allen Rationalisierungsmaßnahmen gleichzeitig einige Projekte gestartet, die sich im Nachhinein durchweg als erfolgreich herausstellten:

  • United rüstete sukzessive die vorderen Reihen der Economy-Kabinen ihrer gesamten Flotte um und richtete sogenannte Economy Plus Zonen ein, die sich vom Rest der Kabine durch deutlich mehr Beinfreiheit (etwa 12 cm) unterscheiden und als Bindeglied zwischen der Economy und der Business Klasse fungieren sollen. Dieser Bereich ist für die Inhaber teurer Tickets und treue Vielflieger reserviert. Mit einem weiteren Produkt wird jedoch auch einen Zugangsberechtigung dazu an alle Kunden verkauft.
  • 2003 begann die Unternehmenstochter Ted als Antwort auf die Low-Cost-Fluggesellschaften ihren Dienst vom eigenen Drehkreuz in Denver.
  • 2004 wurde der prestigeträchtige p.s. – Premium Service auf den Strecken zwischen New York (JFK) und Los Angeles (LAX) sowie San Francisco (SFO) mit rekonfigurierten und in drei Service-Klassen unterteilten Boeing 757 ins Leben gerufen.
  • Im Herbst 2004 wurde nach nur neun Jahren wieder ein neues Firmendesign eingeführt. Eine Boeing 777-200 erhielt als erste Maschine den neuen weiß-blauen Anstrich.
  • Im Dezember 2005 feierte die Verbindung vom US-Festland nach Ho Chi Minh City (Saigon) in Vietnam ihr erfolgreiches einjähriges Bestehen.
  • Anfang des Jahres 2006 präsentierte United auf den Zubringerstrecken durch Regional-Jets das Produkt explus. Die kleineren Flugzeuge des United Express Streckennetzes mit 60 bis 70 Sitzplätzen, welche vorher durchgängig als Economy bestuhlt waren, wurden dabei um eine First Class Kabine mit Leder-Sitzen und eine Economy Plus Sektion mit größerer Beinfreiheit erweitert. Es gibt keine unbeliebten Mittelsitze an Bord. Auf Flügen über 2,5 Stunden wird wieder Essen serviert. Das neue Produkt wurde sehr wohlwollend aufgenommen.

Der derzeitige CEO von United, Glenn Tilton, ließ unlängst verlautbaren, dass die Fluggesellschaft Ende 2005 finanziell gestärkt und weit besser dastehe als noch vor drei Jahren. Wenn man die Kosten für die Umstrukturierung der Gesellschaft außer acht lässt - alleine für Unternehmensberatung und Rechtsberatung waren 370 Millionen US$ ausgegeben worden -, erzielte United im dritten Quartal 2005 einen operativen Gewinn von 165 Milliarden US-Dollar. „Ein Konsortium um Citigroup und JP Morgan stellt United in den nächsten Jahren 2,5 Mrd. Dollar frisches Kapital zur Verfügung.“ (Quelle: Handelsblatt).

Nach Verlautbarungen der Presse operiert United nun mit Kosten, die nur 20% über denen der sog. Low Cost Carrier liegen. Die 20% höheren Kosten sollen jedoch nicht weiter zu drücken versucht werden, sondern man geht davon aus, dass der angebotene Service mit mehreren Klasse, Lounges und Essen und Getränken den Passagieren einen moderaten Mehrpreis rechtfertigt.

Beendigung des Gläubigerschutzes

Am 1. Februar 2006 beendete United Airlines nach einer dreijährigen Restrukturierungsphase das Insolvenzverfahren formell durch Vorlage eines Reorganisationsplanes. Während dieser Zeit waren die jährlichen Kosten der Airline um ca. 7 Milliarden US$ verringert worden, was den Verkauf von ca. 100 Flugzeugen mit sich gebracht und für viele der Mitarbeiter zweimalige Lohnkürzungen bedeutet hatte.

Einen Tag nach Beendigung des Gläubigerschutzes notierte die Muttergesellschaft UAL Corporation mit 3,7 Millionen Aktien als Aktiengesellschaft am New Yorker NASDAQ (Kürzel: UAUA). Der Wert einer Aktie betrug am Ende des ersten Handelstages ca. 37 US$. Der Ausgabekurs war mit 40 US$ angesetzt worden. Am Vortag handelte die Aktie zu einem Pretrading-Kurs von 42,50 US$. Im Vorfeld hatten Analysten für den Ausgabepreis mit einem Schätzwert von ca. 15 US$ spekuliert. Der CEO von United, Glenn Tilton, eröffnete die NASDAQ-Börse an diesem Tag morgens mit einer Live-Schaltung vom Chicago O'Hare Flughafen. Die alten Aktien der Gesellschaft, die am NYSE mit einem Stückwert von 0,13 US$ notiert waren, wurden somit wertlos.

Die Gerüchte um eine Fusion zwischen United und einem der anderen großen US-Carrier, wie bspw. der finanziell gestärkten US Airways, bleiben bestehen, auch wenn Glenn Tilton dies dementiert. Diese Vermutungen werden allerdings unter anderem durch die Tatsache gestützt, das sich das Top-Management bei der Ausgabe der neuen Aktien Pakete im Wert von ca. 10 Millionen US$ für sich selbst gesichert hat. Ein 'Employee Stock Incentive Plan' soll in Zukunft Aktien im Wert von 2 Milliarden US$ unter allen übrigen Mitarbeitern verteilen.

Flugziele

United unterhält in den USA fünf Hauptdrehkreuze: Chicago, Denver, Los Angeles, San Francisco und Washington DC. Zusätzlich gelten London, Frankfurt, Tokio und Toronto als International Gateways. Das weltweite Streckennetz umfasst, neben den ca. 180 nordamerikanischen Destinationen, 109 Zielorte in 23 Ländern. Insgesamt betreibt die Gesellschaft ca. 3500 Flüge pro Tag.

In Deutschland bestehen ab Frankfurt und München insgesamt sieben tägliche Non-Stop-Verbindungen in die USA (Chicago, Washington DC, San Francisco). Eine weitere Verbindung zwischen Frankfurt und Washington kam im Frühjahr 2006 hinzu. In der Vergangenheit bestand eine saisonale Flugverbindung von Frankfurt nach Denver. In der Schweiz bedient United die Non-Stop-Strecke Zürich-Washington.

Anflugziele in Europa sind derzeit: London, Paris, Amsterdam, Brüssel, Frankfurt, München, Zürich. Verbindungen nach Düsseldorf und Mailand waren im Zuge von Einsparmaßnahmen gestrichen worden. Die Firma hat jedoch angekündigt, ihr europäisches Streckennetz in Zukunft wieder erweitern zu wollen.

Durch die Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften der Star Alliance hat United als Mitglied für ihre Passagiere Zugang zu mehr als 700 Destinationen in 127 Ländern weltweit.

Flotte

United Boeing 737

Die Flotte der United Airlines besteht aus (Stand März 2005):

Ausgemustert:

United Airlines war Erstkunde u.a. der Flugzeugtypen Boeing 247, Boeing 720, Boeing 727, Boeing 737-200, Boeing 767-200, Boeing 777-200 sowie der Douglas DC-4 und Douglas DC-8.

Basisdaten

Beförderte Passagiere

  • 66,1 Mio. (2004)

Siehe auch

Weblinks

Commons: United Airlines – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Wikinews: United Airlines – aktuelle Nachrichten
 

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