Waylon Jennings

Waylon Jennings (* 15. June 1937 in Littlefield, Texas; † 13. February 2002 in Chandler, Arizona) was an US-American Country musician.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Jugend

Jennings wuchs in ärmlichen Verhältnissen im ländlichen Texas auf. Um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, die zu zwölft in zwei Zimmern hauste, arbeitete er bereits seit frühester Kindheit als Baumwollpflücker. Mit acht Jahren lernte er, Gitarre zu spielen. Als Teenager fand er einen Job als Diskjockey bei einer lokalen Radiostation.

Erste Schritte

1958 zog er nach Lubbock/Texas, wo er unter anderem als Disc-Jockey arbeitete. Hier traf er Buddy Holly und wurde Bassist in dessen Begleitband "Crickets". Durch einen glücklichen Umstand entging er dem Flugzeugabsturz, bei dem Holly und Mitglieder der Band den Tod fanden (Waylon hatte seinen durch Los gewonnenen Platz an J. P. Richardson - Big Bopper - abgetreten).

Karriere

Anfang der 1960er Jahre gründete er The Waylors und spielte mit ihnen Rock´n Roll, Folk und Country. 1965 bekam er bei RCA einen Plattenvertrag -seine Musik wurde als „Folk-Country“ vermarktet, schaffte trotz kleinerer Hits, wie Anita oder Love of the Common People, nie den großen Durchbruch. Nach verschiedenen gescheiterten Ehen heiratete er 1969 die Sängerin Jessi Colter. Mit dieser hat er einen Sohn, Shooter Jennings, der ebenfalls Countrysänger wurde. Dieser verkörpert seinen Vater in dem Film Walk the Line.

Nicht nur privat sondern auch beruflich ging es nun aufwärts. Anfang der 1970er Jahre setzte Jennings seine künstlerischen Überzeugungen gegen die Musikindustrie durch und wurde so zu einem der Initiatoren der Outlaw-Bewegung des Country. Fortan konnte er die Songs selber auswählen und hatte Einfluss auf die Produktion, bzw. produzierte selber. Auch bei der Auswahl der Musiker hatte er ein Mitspracherecht, so verzichtete er auf die üblichen Nashville Studiomusiker und spielte seine Alben vorwiegend mit den Waylors und von ihm ausgesuchten Gastmusikern ein. Mit dem Album Honky-Tonk-Heroes führte er Billy Joe Shaver in die Musikszene ein. Seinen ersten Nr. 1 Erfolg in den Billboard Country Charts hatte er 1974 mit This time. 1975 wurde er von der Country Music Asociation zum Sänger des Jahres gewählt.

Der Titel Good Hearted Woman, im nachträglich hinzu gemixten Duett mit Willie Nelson brachte den großen nationalen Durchbruch im Jahr 1976. Das hierzu erschienene Album Wanted: The Outlaws, das eher älteres und teilweise bereits veröffentlichtes Archivmaterial der Plattenfirma von Waylon Jennings, Willie Nelson, Jessi Colter und Tompall Glaser enthielt, war das erste Country Album, das mehr als eine Million mal verkauft wurde. In den Folgejahren hatte er weitere große Erfolge u.a. mit den Hits Luckenbach, Texas, Mamas Don't Let Your Babies Grow Up to Be Cowboys (im Duett mit Willie Nelson), Amanda, I Ain't Living Long Like This, Rose in Paradise.

Wegen des künstlerisch motivierten Widerstands gegen die stromlinienförmige Massenware der Plattenindustrie und zahlreicher unorthodoxer Äußerungen wurde seine Musik und die einiger anderer musikalisch nahestehender Künstler als Outlaw-Musik bezeichnet. Als die Outlawszene immer mehr zu einem Marketinginstrument verkam, setzte sich Waylon Jennings auch hiervon wieder ab. Seinem Erfolg tat dies keinen Abbruch. Er hatte sich eine große Fangemeinde geschaffen und fand auch über die damals eng gesteckten Grenzen der Country Musik viel Anerkennung im Bereich der Pop- und Rockmusik. Im Oktober 1983 spielte er im Rahmen einer Konzerttournee in verschiedenen deutschen Städten.

Seit Mitte der 1980er Jahre war er Teil der Highwaymen, jener Supergruppe aus damals schon älteren, und somit für die Musikindustrie uninteressant werdenden Countrystars Johnny Cash, Willie Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings. Das exzessive Leben forderte jedoch seinen Tribut. Gesundheitliche Probleme, u.a. die Amputation eines Fußes wegen Diabetes setzten Jennings in seinen letzten Jahren verstärkt zu. Im Jahr 2001 wurde er in die Country Music Hall of Fame gewählt.

Alben

  • Waylon' Jennings At JD's (1964)
  • Folk Country (1966)
  • Leavin' Town (1966)
  • Nashville Rebel (1966)
  • Waylon Sings Of Harlan (1967)
  • Love Of The Common People (1967)
  • Hanging On (1968)
  • Only The Greatest (1968)
  • Jewels (1968)
  • Just To Satisfy You (1969)
  • Country Folk (1969)
  • Waylon (1970)
  • Don't Think Twice (1970)
  • Ned Kelly (1970)
  • Singer Of Sad Songs (1970)
  • The Taker/Tulsa (1971)
  • Cedartown, Georgia (1971)
  • Good Hearted Woman (1972)
  • Ladies Love Outlaws (1972)
  • Lonesome, On'ry And Mean (1973)
  • Honky Tonk Heroes (1973)
  • This Time (1974)
  • The Ramblin' Man (1974)
  • Dreaming My Dreams (1974)
  • Mackintosh & TJ. (1976)
  • Are You Ready For The Country (1976)
  • Waylon Live (1976)
  • Ol' Waylon (1977)
  • Waylon & Willie (1978)
  • White Mansions (1978)
  • I've Always Been Crazy (1978)
  • Greatest Hits (1979)
  • What Goes Around Comes Around (1979)
  • Music Man (1980)
  • Leather And Lace (1981)
  • Black On Black (1982)
  • WW II (1982)
  • It's Only Rock And Roll (1983)
  • Waylon And Company (1983)
  • Never Could Toe The Mark (1984)
  • Ol` Waylon sings Ol` Hank (1985)
  • Turn The Page (1985)
  • Sweet Mother Texas (1986)
  • Will The Wolf Survive (1986)
  • Hangin' Tough (1987)
  • A Man Called Hoss (1987)
  • Full Circle (1988)
  • New Classic Waylon (1989)
  • The Eagle (1990)
  • Clean Shirt (1991)
  • Too Dumb For New York City, Too Ugly For LA (1992)
  • Cowboys, Sisters, Rascals And Dirt (1993)
  • Right For The Time (1996)

Literatur

  • Waylon - An Autobiography (Waylon Jennings, Warner Books 1996, ISBN: 0446518654)



 

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