Byelorussian rouble

rouble
country: White Russia
partitioning: 100 Kapiejek
ISO-4217-Code: BYR
abbreviation: Br
rate of exchange:
(August. 2005)
1 EUR = 2641 BYR

the Byelorussian rouble (Rubiel, ISO code BYR, before 2000 BYB) are the official currency in white Russia. Its abbreviation is Br. Es gibt Scheine mit den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 500, 1000, 10000, 20000 und 500000 Br. Der Rubel ist formell unterteilt in 100 Kapiejek (Singular Kapiejka), es gibt jedoch keine Kapiejkimünzen oder -scheine.

Inhaltsverzeichnis

Name

Der Name der weißrussischen Währung stammt vom russischen Rubel und wurde nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Währungssystem und der Weigerung Weißrusslands, eine nationale Währungseinheit – den weißrussischen Taler - einzuführen, beibehalten.

Geschichte

Zahlungsbon der Nationalbank von Belarus, 1992, 50 Kapiejki, Vorderseite
Zahlungsbon der Nationalbank von Belarus, 1992, 50 Kapiejki, Rückseite

Anfang 1992, während des Auseinanderbrechens des sowjetischen Währungssystem, wurde ein System von temporären Zahlungsbons eingeführt.

Am 1. Juni 1992 wurde die weißrussische Währung für Buchungen eingeführt. Ab Ende Juni 1993 wurden russische und sowjetische Rubel als Zahlungsmittel nicht mehr akzeptiert. Weißrussland trieb die Vorbereitungen zur Einführung einer eigenen Währung weiter voran, obwohl es im September 1993 zusammen mit Kasachstan, Armenien, Russland, Usbekistan und Tadschikistan ein Abkommen unterzeichnete, in dem das Ziel einer gemeinsamen postsowjetischen Währungszone explizit formuliert war.

Währungspolitik des Łukašenka-Regimes

Weiterhin wurde die Idee eines Anschlusses an das russische Währungssystem jedoch stark diskutiert. Der 1994 gewählte Präsident Alaksandar Łukašenka führte eine Politik der kulturellen und politischen Denationalisation und Russifizierung Weißrusslands durch. In diesem Zusammenhang war die Einführung des Talers nicht mehr aktuell.

Łukašenkas Regime hielt Marktreformen im Land auf. Die weißrussische Nationalbank wurde 1996 unter Kontrolle der Regierung gesetzt und verlor die Möglichkeit, eine selbstständige Politik durchzuführen.

Zwei Nationalbankvorsitzende (Stanisłaŭ Bahdankievič und Tamara Vinnikava) traten aus Protest aufgrund der Unterordnung der Nationalbank gegenüber dem Ministerkabinett zurück. In der Folge wurde Piatro Prakapovič (ein Łukašenka-lojaler Funktionär) Vorsitzender der Nationalbank.

5000-Br-Banknote, 1998, Vorderseite
5000-Br-Banknote, 1998, Rückseite

Die Politik des weißrussischen Regimes provozierte eine schwere Wirtschaftskrise. Zu Beginn 1997 betrug die Inflationsrate 35,5%.

Das Ziel der Politik des Staates war es, die freie Preisbildung am nationalen Währungsmarkt zu beschränken. Massive Restriktionen im Währungshandel wurden für Unternehmen und Privatpersonen eingeführt. Ein enormer Schwarzmarkt entstand.

Als Erfolg war zu Beginn 1999 der offizielle Wechselkurs 2-2,5 Mal niedriger, als der des Schwarzmarktes. Solche "Doppelstandarte " beeinflussten die meisten offiziellen Reporte dieser Zeit, die von einem “gigantischen Wachstum” der belarussischen Wirtschaft sprachen. Indexiert nach dem realen Wechselkurs des Rubels waren die meisten Zahlen negativ.

Die profane Wirtschaftspolitik des Łukašenka-Regimes verbrauchte immer mehr finanzielle Recourcen. Die von der Regierung abhängige Nationalbank wurde als Druckerei für nicht mit Waren versorgtes Geld benutzt. Zwischen 1996 und 2000 wuchs das Volumen von Verbindlichkeiten des Staates gegenüber Banken auf mehr als 15000%. Die Nationalbank vergab Kredite an Banken, um ihre Liquidität zu unterstützen. Ein kritischer Zustand des Bankensystems wurde durch den Druck des Staates ausgelöst, der von den Banken finanzierung unrentabler Landwirtschaft verlangte. Im Endeffekt waren bei Januar 2000 10 von 27 belarussischen Privatbanken Bankrott.

Das Geld im Umlauf überstieg das BNP mehr als 500 Mal. Sogar der offizielle Wechselkurs sank zwischen 1995 und 2000 bei 30,2 Mal. In September 1999 wurde die erste Banknote mit dem Wert 5 000 000 Br emittiert. Der Kunsumpreisindex wuchs 74,2 Mal, Einkommen der Bevölkerung sanken. Wegen unkontrollierter Emission der Nationalbank wurde der belarussische Rubel nicht mehr in internationalen Zahlungen benutzt.

1-Br-Banknote, 2000, Vorderseite
1-Br-Banknote, 2000, Rückseite

“Währungsunion” mit Russland

Seit Beginn seiner Präsidentschaft fing Alaksandar Łukašenka auf der Idee der Integration mit Russland zu spekulieren und Schritte in dieser Richtung zu unternehmen. Er fand Unterstützung bei Linkskonservativen in Belarus und Nationalisten in Russland. Von Anfang an war auch die Einführung einer gemeinsamer Währung vorgesehen. Artikel 13 des 1999 unterzeichneten "Vertrages über die Gründung des unierten Staates von Russland und Belarus" sprach von einer Währungseinheit für die Union.

Der Umstieg auf eine gemeinsame Währung war mit der Schaffung eines Emissionszentrums verbunden. Über die Lokation und Kontrolle über dieses Emissionszentrum brach heftige Diskussion aus – ob es Moskau, Minsk oder ein anderer Ort sein sollte.

Nach der Wahl Wladimir Putins nahm Russland eine pragmatische Position in der Integration mit Belarus ein.

2000 musste die Nationalbank von Belarus dringende Maßnahmen ergreifen. Der Rubel wurde 1000 Mal denominiert, der Schattenkurs als offiziell legalisiert, und der Währungshandel liberalisiert. Stabilität des Wechselkurs des Rubels wurde Priorität für die Nationalbank, weil es von der russischen Seite gefordert wurde.

Im Dezember 2002 wurde auf dem Treffen von Ministerpräsidenten von Belarus und Russland erklärt, dass am Anfang der russische Rubel die gemeinsame Währung sein wird. Es war geplant, dass ab 1. Juli 2003 der russische Rubel in Belarus für den bargeldlosen Verkehr eingeführt wird und ab 1. Januar 2004 die belarussische Währung komplett ersetzen würde. 2007 oder 2008 sollte eine neue übernationale Währung eingeführt werden.

Das weißrussische Regime begann die Integration mit Russland zu sabotieren, nachdem Łukašenka die Chancen, Präsident der Union zu werden, verloren hatte. Obwohl erklärt wurde, dass technische und wirtschaftliche Bedingungen dazu geschaffen werden, wurde der russische Rubel in Belarus nicht eingeführt. Heute glauben Experten nicht mehr an die Möglichkeit einer gemeinsamen Währung für Russland und Belarus.

Weblinks

Commons: Weißrussischer Rubel – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
 

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